Tod dem Fleisch

Veröffentlicht von Harry am

Bitte diesen Hinweis beachten ! Zuerst die 3-fache Natur des Menschen lesen, das hier ist zwar eine freimachende Wahrheit, aber dieser Beitrag erfordert ein Verständnis, welches auf dem vorausgegangenen Bericht  Geist-Seele-Leib aufbaut  !

Bevor wir das Leben aus dem Geist und dem Leben aus der Gnade verstehen können, müssen wir uns die Grundlagen anschauen, die wir benötigen, um Gnade verstehen zu können.  Oft denken wir Christen, wir sind gut und sind dann verletzt, wenn Jemand diese Güte anzweifelt.
Was sagt jetzt Gottes Wort dazu? Dieses Verständnis ist wichtig, damit die Strukturen deutlich werden.

Es kommt vor, daß Menschen sich selbst seelisch zerfleischen. Auf der einen Seite ist die Herausforderung, gut sein zu wollen. Man redet sich selbst ein, wie moralisch gut man ist. Wenn man dann hier jedoch ein Versagen feststellt, versucht man es durch Leistung gut zu machen. Der Großteil der Menschen streben danach, gut zu sein. Es gibt wenig Menschen, die von sich behaupten: ich bin böse und grundsätzlich schlecht.

Römer, 3,12  Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer!

Bei genauerem Hinschauen wird man anhand der Bibel feststellen, dass die Aussage „ich bin böse“ näher an der Wahrheit ist, als die Aussage “ ich bin gut“. Was sagt nun Gottes Wort? Denn die eigenen seelischen Eindrücke, also die Psyche, wird uns in die Irre führen.

Eine große und zerstörerische Kraft, die ein Leben erschweren, sind Minderwertigkeitsgefühle, diese Gefühle, die Einen nieder machen, die Einen klein halten. Aber Gott möchte nicht, dass wir klein sind, er möchte, dass unser altes Ich, unsere sündige Natur, stirbt. Doch auf der anderen Seite macht er uns lebendig.

Diese Aussagen wiedersprechen sich dann, wenn wir die Wahrheit nicht verstehen, dass wir 3-geteilt sind, in Geist, Seele und Leib. Wir selbst sind Geist, wir leben in einem Körper und besitzen eine Steuer-Software, Seele genannt.

Dieses Verständnis benötigen wir. Es besteht sonst die Gefahr, daß wir  krampfhaft versuchen in dem Durcheinander eines theologischen, moralischen und ethischen Bewußtseins , ein gutes Leben zu führen.

Gottes Wort sagt etwas anderes darüber. Römer 1 ist eines der schärfsten Worte, die Du im NT finden kannst. Vers 32 sagt nach der ganzen Auflistung von Übelkeiten: obwohl sie das gerechte Urteil Gottes erkennen, dass sie dem Tode würdig sind, welche so etwas verüben tun sie dieses nicht nur, sondern haben auch Gefallen an denen, die sie verüben. Bist Du jemand, der nicht nur das Böse tut, sondern der auch Gefallen daran hat. Harry, was ist in Dich gefahren, wie kannst Du mich so etwas fragen?

Der Einwand ist berechtigt, aber warte kurz ab, ich möchte Dir etwas aufzeigen. Die Fragen werden noch krasser. Bist Du jemand, der am Ehebruch Gefallen hat? Bist Du Jemand, der an Mord Gefallen hat? Hast Du schon mal Ehebruch begangen, hast Du schon mal gemordet?

Wenn Du Nein sagst, warum schaust du Dir Filme an, die Ehebruch oder Mord oder Sünde verherrlichen? Diese Aussage … sondern haben auch Gefallen, an denen, die sie verüben, ist genau das, was wir heute in der multimedialen Welt gezeigt bekommen. Sind wir ehrlich, die wenigsten schauen sich Heidi-Filme oder irgendwelche Schinken von früher an, sondern der Großteil der Menschen sind davon geprägt, das Böse oder die Sünde oder das zu verherrlichen, und Gefallen an dem zu haben, die diese Dinge verüben.
Das Ganze Gefüge wird so ausgelebt, dass man sogar Geld dafür bezahlt, das Böse zu sehen. Und hier kommen Täter und Voyeure zusammen.

Gottes Wort sagt, das Gerichtsurteil bleibt über beiden gleich:  Tod für die, die Gefallen haben und Tod über diejenigen, die die Sünde vollbringen. Schauen wir uns an, welche Sünden das sind: Römer 1 ab Vers 29 voll von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, voll Neid, Mord, Hader, List, Niedertracht; Ohrenbläser,  Vers 30 Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hochmütig, prahlerisch, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, Vers 31 unvernünftig, treulos, lieblos, unbarmherzig. Vers 32 Sie wissen, dass nach Gottes Recht den Tod verdienen, die solches tun; aber sie tun es nicht nur selbst, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.

Ungerechtigkeit, Unzucht, Habgier, Bosheit, Neid, Mord, Streit, Betrug, Hinterlist und solche, die Gerüchte verbreiten. Alle diese verdienen den Tod. Und wenn du sagst, Harry, das bin ich nicht, ich höre nur gerne zu, gehörst du zu den Voyeuren, die gegen § 32 (Römer Vers 32)  verstossen haben.

Warum sind diese Dinge in Gottes Wort aufgelistet und warum finden wir uns dort wieder? Weil wir den Tod verdient haben. Und egal wie psychologisch oder human oder Greenpeace-mäßig wir etwas versuchen zu drehen und zu wenden – Greenpeace richtet uns nicht  – wir sind Jesus Christus als Richter verantwortlich.

Römer 1 – Römer 3 sind die wichtigsten Kapitel, um uns zu offenbaren: wir sind Sünder – das Gerichtsurteil über unserem Leben bedeutet Tod. Und er spricht zu unserem Fleisch – und er spricht zu unserem seelischen, natürlichen Menschsein und dieses wird zum Tode verurteilt. Die ersten 3 Kapitel sind ein Wegnehmen von Entschuldigungsgründen. Wir haben keine Entschuldigung und wir können uns  auch nicht selbst rechtfertigen.

Alles das soll uns in den ersten 3 Kapitel genommen werden. Wenn wir versuchen, uns jetzt selber zu rechtfertigen – aber meine Kindheit, aber meine Eltern, aber mein Papagei hat mich ständig gebissen usw. haben wir das Wort nicht verstanden.

Und Leute, die versuchen, durch Seelsorge ihre alten Miißstände aufzuarbeiten, was Papa und Mama und Onkel und der böse Nachbar verbrochen haben und weshalb jemand so geworden ist, möchte ich eines bemerken: das Produkt war schon früher da, es wurde lediglich offenbar durch die Sünde anderer. Und zwar durch die Entscheidung, die wir auf Grund dessen getroffen haben, wie wir mit der Sünde der anderen umgegangen sind.

Wenn wir einen Strich darunter ziehen, egal wie gut oder schlecht der Mensch war, es hat keine Bedeutung und keine Güte vor Gott. Gott verurteilt die Sünde zum Tode.

Ohne dieses Verständnis für diese 3 Kapitel kann es keinen Heiland geben, d.h. Einen, der uns erlöst. Dieser Schrei muss in uns entstehen, „ich brauche einen Erlöser“. Ohne diese Offenbarung von den ersten 3 Kapiteln werden wir versuchen, im seelischen Sumpf weiterzumachen – seelisch, christlich, moralisch und ethisch gut zu sein.

Die Freimaurer sagen auch: der Mensch sei gut, edel und hilfreich. Das sind wunderschöne Tugenden, die jedoch nichts mit dem Menschen zu tun haben, wie der Mensch wirklich ist. Römer 1 Vers. 30 Verleumder, frech, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, stolz, hochütig, uneinsichtig, gierig, lieblos, halten ihre Versprechen nicht und unbarmherzig. Und Gott gibt uns einen Riesenhammer und dieser ist für uns aufgehoben um unser fleischliches Leben und unsere Selbstgerechtigkeit entgültig zu vernichten. Er gibt uns das Gesetz.  Dadurch bekommt das Evangelium für uns erst eine Bedeutung. Weil die Sünde Kraft hat und es wichtig ist, ihr mit den Waffen Gottes zu begegnen.

Der Grund, warum das Evangelium eine rettende Macht des Heils ist, ist weil es diese Verse gibt. Hier wurde das Todesurteil über jeden Menschen im Fleisch verhängt – Tod der Sünde. Dann gehen wir weiter zu Römer Kapitel 3. Bitte lies zeitnah Kapitel 1 und 2 damit Du ein Verständnis bekommst, wie es mit dem Fleisch ausschaut. Denn, wenn wir das Fleisch nicht unter die Lupe nehmen, wird es uns schwerfallen, die Wahrheiten des Geistes zu akzeptieren. Ohne Analyse keine geistige Akzeptanz, weil uns sonst nicht offenbar ist, wie schlimm, wie stark und wie extrem diese Trennung von Fleisch und Geist ist.

Ich möchte hier in Römer Kapitel 3 etwas über das Fleisch aufzeigen: Vers 9 Wie nun? Haben wir irgend Jemandem etwas voraus?
Wer ist gemeint ? Nicht nur die Juden also diejenigen mit religiösen Prägungen. Auch die mit irgendwelchen freikirchlichen, charismatischen pfingstlichen, Baptistischen Prägungen. Haben wir etwas voraus? Ganz und gar nicht! Denn wir haben ja vorhin sowohl Juden als Griechen beschuldigt, dass sie alle unter der Sünde sind, (es gibt ja einige Leute, die gerne Juden sein wollen. Aber ob Jude, Heide, Grieche, diese sind alle unter der Sünde- alle brauchen sie den Erlöser, den Messias)

Röm. 3,10 wie geschrieben steht: »Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; Hier spreche ich unser Fleisch an. Wir sind nicht gerecht. Die Frage, die sich stellt ist: kannst Du für Dich dieses Urteil akzeptieren?
Röm. 3,11 es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. — Dies ist der Grund, warum viele nicht beten wollen, bzw. gar nicht können? Weil das Fleisch, in dem sie sich bewegen, nicht beten kann – es will nicht. Sie wollen nicht nach Gott fragen, weil ihnen der Sinn dafür fehlt. Das Fleisch hat kein Interesse, nach Gott zu fragen.

Die unseeligen Momente, mit Zwang zu Gott zu kommen, kannst Du vergessen, denn das Fleisch ist nicht in der Lage dazu. Solange wir diesen Schnitt nicht gesetzt haben, dieses Verständnis, wer wir sind und wer wir waren, was gerecht ist und was lebt und tot ist, werden wir versuchen, das Fleisch aus unserem Fleisch heraus zu dressieren. Und das wird nicht funktionieren, denn das Fleisch frägt nicht nach Gott.
Dort, wo Leute im Gottesdienst sitzen, und gähnen, bzw. relativ uninteressiert die ganze Sache verfolgen, haben sie kein wirkliches Interesse an Gott.

Man kann Erweckungskraft auf folgende Art definieren:  Erweckung ist, wenn der Geist den Geist erweckt. Ab und zu sind es die Fäden, die das noch nicht erweckte Fleisch bewegen. Manche Gemeinden sind wie christliche Fäden, die durch irgendwelche Programme das Fleisch bewegen. Fleisch mit Fleisch wird nicht Geist ergeben.
Erweckung ist, wenn der Geist zum Leben kommt, wenn der Geist lebendig wird, und wenn der Geist in die Realitäten des Geistes hineinkommt.

Römer 3, Vers 12 Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer!

Diese Stelle soll dazu führen, dass der Schrei nach einem Erlöser offenbar wird. Unsere eigenen Werke, egal wie gut sie ausschauen mögen, sind keine guten Werke vor Gott. Auch wenn wir den Armen helfen. Das sind gute Werke, dem Fleische nach und vor Gott nichts wert. Gute Werke vor Gott sehen anders aus, denn er hat einen anderen Maßstab von Gut und Böse.  Wenn wir diesen sog. Gutmensch-Maßstab haben, indem wir Fleisch mit Fleisch helfen, macht es die Sache deshalb nicht richtiger oder gerechter. Wir brauchen einen Erlöser, sonst bleiben wir unter dem Todesurteil der Sünde.

Röm.3,13 Ihre Kehle ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen betrügen sie; Otterngift ist unter ihren Lippen;

Es geht es um unser Sprechen. Wir können nicht gut sprechen, wenn unser Herz nicht verändert worden ist. Jakobus hat ein ganzes Kapitel darüber, wie das Herz bzw. die Zunge das Böse im Leben ausspricht. (Jak. 3) Jesus sagt in Luk. 6,45 mit was das Herz voll ist, geht der Mund über

Viele versuchen dann ihre Zunge zu dressieren und wundern sich, wenn das nicht funktioniert. Der Grund ist, weil das Fleisch nicht fähig ist, gute Werke zu produzieren, d.h. gute Worte zu sprechen.
Deshalb ist die Seelsorge und Psychotherapie, die es in manchen Gemeinden gibt, wirkungslos, weil sie nicht auf den erweckten Geist ausgerichtet ist. Denn sie bewegen mit Fleisch das Fleisch, wie Marionetten und das funktioniert nicht.

Sie versuchen durch psychotherapeutische Ansätze in ein System hineinzugreifen, mit teilweise fatalen Folgen.
Man kann damit einen Menschen dazu bringen, dass er wohl bestimmte Dinge aufgibt, aber der aufgebaute Druck, der dadurch entsteht, fängt dann an, sich selbst zu zerstören.

Dadurch wird mit einer menschlichen Korrektur mehr Schaden angerichtet, als man gut macht. Leider weiss die Psychotherapie das nicht. Aber Gott wußte es von Beginn an, und er wußte auch, dass der Mensch einen Neuen Geist braucht, damit ihm geholfen wird. Der Mensch braucht das Bewußtsein, ein neuer Mensch, eine neue Kreatur zu sein.

Eine neue Identität in Christus Jesus.

Röm 3,14 ihr Mund ist voll Fluchen und Bitterkeit,15  ihre Füße eilen, um Blut zu vergießen;16 Verwüstung und Elend bezeichnen ihre Bahn,17 und den Weg des Friedens kennen sie nicht.

Gott sei Dank haben wir Jesus Christus und sein Blut reicht aus für unser Leben. Gott hat damit das Urteil über uns Fleisch ein für alle Mal vollzogen. Der Tod Jesus wurde zu unserem Tod, nämlich dem Tod des Fleisches.

Römer 6, 4  Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.

Zusammenfassung:

Was ist die Definition des Fleisches:
Bei Menschen, die Jesus nicht kennen ist es die Herrschaft des inaktiven Geistes. Lösung hierfür ist die Wiedergeburt. Jesus kommt in Dein Leben

Bei Wiedergeborenen Christen bedeutet Fleisch: der Körper und die Seele sind los von Gott, (Gottlosigkeit der Seele) In der Seele sind Verstand, Wille, Gefühl, aber auch des Körpers. Was heißt dann jetzt, wir sollen im Fleisch sterben? Da, wo unsere Seele Gott nicht kennt, hat sie die Tendenz losgelöst von Gott zu reden, zu denken und zu handeln.

Die Lösung Gottes hierfür ist, dass ich mich dem Fleisch für gestorben halten darf, dass ich es verleugnen darf.

Das Resultat ist dann, aus dem Geist heraus zu leben