Göttliche Gerechtigkeit

Veröffentlicht von Harry am

Jeder fordert Gerechtigkeit, doch kaum einer kann wirklich beschreiben, was es wirklich bedeutet. Lasst uns den Begriff mal kurz weltlich erfassen: Gerechtigkeit soll den idealen Zustand des sozialen Miteinanders beschreiben.

Doch, was ist der ideale Zustand ?  Bedeutet Gerechtigkeit Gleichheit? Hier einige provokative Fragen:  

Wäre es gerecht, wenn jeder Mensch dasselbe bekäme und alle Güter gleichmäßig auf die Menschen verteilt würden? Oder ist Chancengleichheit gerecht, so dass jeder Mensch mit seinem Einsatz und Fleiß einen möglichst hohen Lebensstandart erreicht?

Ist es gerecht, dass manche Menschen durch Ihren Einsatz etwas erreichen können und andere, trotz Fleiß oder Potential nie die Chance haben, dasselbe zu erreichen? Wäre es gerecht, dass angeborene oder unterschiedliche Potential der Menschen auszugleichen?

Die Gesellschaftliche Stellung ist in hohem Maße abhängig von angeborenen Eigenschaften aber auch von Glück.  Ein Kind, welches finanziell erfolgreiche Eltern hat, hat durch entsprechende Möglichkeiten und Kontakte sehr viel bessere Chancen, selbst erfolgreich zu werden, als ein Kind aus sozial schwächeren Verhältnissen. Ist das gerecht? In der heutigen Gesellschaft bekommen diejenigen Anerkennung, die Erfolg haben, nicht diejenigen, die besonders viel leisten. Liegt das an der falschen Sichtweise?

Zieht bspw. ein Anlageberater eines Geldinstitutes tausende von Menschen über den Tisch, so ist er, sozial betrachtet, ein Schmarotzer, er geniest aber ein hohes Ansehen, aufgrund seines Einkommens.Gerechtigkeit

Wäre es gerecht, wenn es einen Idealzustand gäbe, indem jeder Mensch entsprechend seiner Leistung bewertet werden könnte, oder entsprechend bezahlt werden würde?

Und wenn dies der ideale Zustand wäre – könnten dann die Menschen am unteren Rand der Gesellschaft diesen Zustand psychisch überhaupt ertragen, wenn sie objektiv als gesellschaftliche Leistungsversager dastehen?

Ist es gerecht, dass ein Richter, ob Du schuld bist, oder nicht, das sei mal dahingestellt, mit einem einzigen Pinselstrich Dein gesamtes Leben zerstören kann?

Dementsprechend ist der Begriff der menschgemachten Gerechtigkeit derartig abstrakt, dass jeder Versuch, hierfür eine Definition zu finden immer in einer subjektiven Betrachtung endet.

Gerechtigkeitsempfindung sind moralische Gefühle und entsprechen einer Sichtweise der eigenen Position in der Gesellschaft.

Wir kommen zu folgendem Schluss:

Eine Gesellschaft zu bilden, in der eine Übereinkunft und Gerechtigkeit in allen Bereichen herrscht, und in der sich jeder Mensch gerecht behandelt fühlt, ist weltlich gesehen unmöglich. Unterschiedliche Faktoren um Ausgleich zu schaffen, sind von Grund auf ausgeschlossen.

Jede radikale Form der Gerechtigkeit führt zu mehr Ungerechtigkeit.

Was sagt dazu unser Schöpfer in seinem Wort?  Wir werden erkennen, dass die Gerechtigkeit in Jesus eine ganz andere exclusive Gerechtigkeit –  im Gegensatz zur weltlichen Gerechtigkeit eine Gnadenfrucht bedeutet.

Was bedeutet Gerechtigkeit biblisch betrachtet? Lasst uns zuerst mal eine Bibelstelle etwas näher beleuchten.

Hebräer 5 Vers 12 – 13 Denn obgleich ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, habt ihr es wieder nötig, daß man euch lehrt, was die Anfangsgründe der Aussprüche Gottes sind; und ihr seid solche geworden, die Milch nötig haben und nicht feste Speise.

Der Verfasser macht hier einen Vergleich. Er sagt Milch ist eigentlich für die Unmündigen – Babys ernähren sich von Milch.

Einem Baby, das erst geboren wurde ein Stück Schweinshaxe in den Mund zu schieben macht nicht den großen Sinn. Es kann es nämlich gar nicht beissen und es würde sich daran verschlucken.

Es braucht Milch, richtig?  Also diese leicht verdauliche Kost. Feste Speise können wir erst zu uns nehmen, wenn wir etwas älter und gereifter geworden sind. Und dann sagt Paulus im nächsten Vers: Wer nämlich noch Milch genießt, – hier bringt er es auf den Punkt als geistliche Wahrheit – der ist unerfahren im Wort der Gerechtigkeit; denn er ist ein Unmündiger.

Was meint er hier?   Was will er uns damit sagen?  Das Wort über die Gerechtigkeit – das beschreibt unseren Stand der Gerechtigkeit in Jesus.
Wenn wir das einmal erkannt haben – wenn wir einmal verstanden haben, was Gerechtigkeit und gerecht sein für uns bedeutet, dann erklärt uns der Verfasser des Hebräerbriefes, vermutlich Paulus, für mündig.

Wenn wir verstanden haben, was die Kraft der Gerechtigkeit in unserem Leben ausmacht, wenn wir verstanden haben, dass wir durch Jesus gerecht geworden sind, wenn wir verstanden haben, dass seine Gerechtigkeit unsere Gerechtigkeit geworden ist- dann sagt er, wenn wir fest stehen im Wort der Gerechtigkeit, haben wir eine geistige Reife, bei der wir uns nicht länger als Unmündige betrachten müssen.

Zur Bestätigung lass uns Römer 5 Vers 17 anschauen:  Hier wird von Gerechtigkeit gesprochen. Es spricht davon, wie Gnade und Gerechtigkeit zusammen gehören.

Denn wenn infolge der Übertretung des Einen der Tod zur Herrschaft kam durch den Einen, wieviel mehr werden die, welche den Überfluß der Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den Einen, Jesus Christus!

Wenn wir unseren Stand der Gerechtigkeit verstanden haben, lieber Leser, dann herrschen wir in diesem Leben.
Wenn Du verstanden hast, dass Jesus für Dich durch sein Sühneopfer Dein Leben für immer vollendet hat, dann bekommst Du annähernd ein Gefühl dafür, was er wirklich getan hat.

2 Schlüssel die unabdingbar in unserem christlichen Leben von totaler Wichtigkeit sind:  Gnade und Gerechtigkeit.

Wenn wir diese 2 Schlüssel in unserem Leben ergriffen haben, dann geschieht etwas, das uns zur Herrschaft katapultiert, dann herrschen wir über Umstände, Situationen, Gefühle, in unserem Leben und wir sind nicht hin und hergetrieben für Gefühlsduselei, sondern wir haben einen festen Stand.

Diese beiden Schlüssel ergänzen sich: durch die Gnade Gottes kommen wir in den Stand der Gerechtigkeit.

Und jetzt lasst uns noch mal folgendes betrachten. Wenn infolge der Übertretung des Einen – wer war das ? – Richtig Adam – denn er war der erste Mensch, der übertreten hat. Wißt Ihr, was ein großes Problem von Adam war?   Er hat seine Vollmacht, die er bis zu diesem Zeitpunkt hatte, aus der Hand gegeben. Er hat sie Satan übergeben. Aber es geht noch viel weiter. Denn sein Problem hängt hier an der Gerechtigkeit.

Bist Du bereit für eine ganz neue Offenbarung in diesem Punkt, wie Du es vermutlich noch nie gesehen hast?  Dieser erste Eine ist ADAM, soweit so gut. Wo finden wir Adam?  1. Mose am Anfang und das schauen uns an, um zu verstehen, was da wirklich passiert ist. Denn es könnte sein, dass man sich zu sehr auf das Herrschen konzentriert und den anderen Aspekt übersieht. Adam hat seine Vollmacht verkauft und er hat seine Herrschaft verloren – richtig. Aber die Frage ist, warum das so weit kam. Das ist ein ganz anderer Grund.

1 Mose 2 Kapitel vers 16 und 17 Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen;   17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon ißt, mußt du gewißlich sterben!

Soweit waren wir früher auch schon. Das ist der Vorläufer – Gott sagt – hier sind alle Bäume futtere Dich satt, aber diesen hier, diesen Baum, den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse- das ist ein Bild für das Gesetz – den rührst Du mir nicht an- an dem Tage, an dem davon ißt wirst Du des Todes sterben. Er spricht hier vom geistlichen Tod – nicht vom körperlichen. Adam und Eva sind geistlich gestorben.

Baum des Lebens ist ein Bild von Jesus – Baum der Erkenntnis von Gut und böse verkörpert das Gesetz.

Betrachten wir nun, warum er von dem Baum genommen hat.

Hierzu dient uns das 3. Kapitel

1. Mose 3 ab Vers 2.    Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen; 3 aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Eßt nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbend  sterbt .

Auf was bezieht sich die Schlange ?  Auf den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse – sie weiss genau, was Gott gesagt hat. Er hat klar gesagt: „von diesem Baum nicht essen, damit Ihr nicht sterbt von allen anderen dürft Ihr Euch bedienen.“

Und dann Vers 4 – jetzt antwortet der Teufel. Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! Aber das ist nicht seine Begründung, die kommt in Vers 5.     Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon eßt, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist!  Hier ist das hüpfende Komma. An dem Tag, sagt der Teufel, wo Ihr essen werdet, werden Euch die Augen aufgetan und Ihr werdet sein wie Gott.    

Interessant ist nur, dass sie schon sind wie Gott, das habe ich ja auch bei „wie alles begann“ beschrieben.

Das ist der Punkt  – sie sind schon gleichgerecht, wie Gott es ist, aber sie glauben es nicht. Denn sie nehmen jetzt von dem Baum und sie versuchen durch Ihre eigenen Werke gerecht zu sein. Ich sage Dir, Du bist die Gerechtigkeit in Jesus auf Grund vom 2. Kor. 5 Vers 21 – Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm [zur] Gerechtigkeit Gottes würden.

Du bist die Gerechtigkeit in Christus Jesus und Du kannst überhaupt Nichts dazu beisteuern. Du kannst nicht für mehr Gerechtigkeit beten, fasten, oder irgend etwas anderes Essen oder nicht Essen verstehst Du, damit Du mehr Gerechtigkeit erlangst.

Adam und Eva glaubten es nicht, dass sie schon sind wie er . Sie versuchen durch den Akt des Essens von diesem Baum – also des Tuns- selber gerecht zu werden – man nennt das Selbstgerechtigkeit.

Diese Selbstgerechtigkeit ist ein Akt  des TUNS. Ich muss etwas tun, dass ich werde wie Gott und das funktioniert nicht. Ich muss etwas tun, um gerecht zu werden. Und das ist Selbstgerechtigkeit. Denn keiner von uns kann etwas tun um gerecht zu werden, außer es zu glauben, dass wir es sind.

Von Beginn an der Menschheit versucht Satan den Menschen vom einfachen Glauben abzubringen, und uns hinein zu dirigieren in die eigenen Werke. 

Von Anbeginn der Menschheit tut er das.  Und das ist das Urproblem. Er macht uns immer weis oder versucht es: ich muss etwas tun, damit es wird. – Genau das ist die Lüge. Und mit dieser Lüge lügt er heute noch die ganze Menschheit an.

Vor Allem auch die Christen. Du mußt etwas machen um vor Gott gerecht zu sein.  Dabei müssen wir gar nichts machen, sondern glauben, dass ein anderer für mich gerecht ist, und ich seinen Stand geerbt habe.  Für mich war das eine Hammererkenntnis und total befreiend.

Und dann sagt Paulus-das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen wir durch den anderen einen nämlich Jesus.

Adam war irgendwann so wie die letzten 2 Zeilen. Hat er nicht geherrscht über die Tiere? Wie konnte er herrschen? Durch das Geschenk der Gerechtigkeit.

Wie hat er es empfangen? Durch Jesus, denn der stand jeden Tag im Garten Eden als Baum des Lebens. Somit ist auch bewiesen, daß das AT seine Schatten ins NT wirft.

Die Gretchenfrage jetzt: nehmen wir es Adam und Eva übel?

Lasst mich folgendes sagen: ich saß exakt in dem gleichen Boot. Ich habe vor über 20 Jahren ja gesagt zu Jesus. Und ganz ehrlich – und dann habe ich angefangen, mir meine Errettung zu verdienen, da liebe Geschwister mir das so beigebracht haben.

Genau das Gleiche hat Adam getan.   Bei mir persönlich drehte es sich um Folgendes: ich dachte, mehr Segen kommt, wenn ich mehr gehorsam bin. Dann habe ich  angefangen mit Dingen wie Fasten und beten usw.,  weil man mir sagte, daß die Geistesgaben dann mehr wirken.  Dabei sind das alles Gnadengaben. Im griech. Charis – ma-Gaben genannt.  Die kommen und sind völlig unverdient. Das einzige, was wir tun müssen ist glauben, dass wir sie haben.

Dann habe ich damit begonnen, möglichst die Errettung zu behalten, dabei ist Bewahrung ein Gotteswerk und kein Menschenwerk. Er bewahrt bis zum Schluss. 

Wenn ich manche Christen höre, wie sie darum bemüht sind, Gott und Jesus zu gefallen, dabei aber leider absolut in die Gesetzlichkeit abgleiten, denn sie müssen ja etwas tun um Ihret selbst Willen, passiert dieses aus Selbstgerechtigkeit.

Ein Grundübel, welches im übrigen auch andere Denominationen haben.

Eigentlich haben wir doch das Gleiche durchgemacht, wie Adam. Wir haben versucht, gerecht zu werden mit unseren Taten.

Ich sage Dir heute eines: wenn Jesus Dein Herr ist, hast Du das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen in diesem Leben durch Jesus und Du bist gerecht durch und in ihm.

Es liegt solch eine Ruhe darin, wenn Du dir darüber bewusst bist, dass Du nichts dazu tun kannst, um Dir Jesu Gerechtigkeit und Gnade zu verdienen. Gib die Selbstgerechtigkeit auf, die die Bibel als beflecktes Kleid bezeichnet. (Jes. 64,5) und empfange mit offenen Armen seine Liebe.

Gerechtigkeit kommt nur durch eine einzige Person – und Du bist nicht diese Person – keiner von uns.  Diese Gerechtigkeit kommt nur allein durch Jesus Christus unseren Rettergott. Sowie auch die Übertretung durch eine einzige Person war,

In Römer 5, 18 steht: Denn wenn infolge der Übertretung des Einen der Tod zur Herrschaft für alle anderen kam durch den Einen, wieviel mehr werden die, welche den Überfluß der Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den Einen, Jesus Christus!

Du hast nie etwas Gerechtes, getan, was Dich rechtfertigen könnte. Es geht nur um Jesus. Alle Gerechtigkeit für alle Menschen kommt nur durch eine einzige Person und das schliesst uns mit ein.

Und ich wünsche mir für alle Gemeinden, dass es wirklich alles nur um Jesus geht, denn wir aus uns heraus können uns weder die Gnade, noch die Gerechtigkeit verdienen , erkaufen, erkämpfen, erarbeiten, erklettern, er…….

Römer 5 Vers. 19 Denn gleichwie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern gemacht worden sind, – Du bist nicht zum Sünder geworden, weil Du selber gesündigt hast, sondern weil Du dazu gemacht worden bist und zwar durch den Einen –Adam den Schlingel.

Deswegen schafft es auch kein Mensch – früher oder später sündigen wir in unserem Leben. Deswegen brauchen wir den Einen der uns rettet  so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten gemacht.

Wieder eine klare Sache. Wir können nichts dazu beisteuern gerecht zu werden, außer Glauben, dass wir gerecht gemacht sind.

Genauso, wie wir uns nicht selber gerecht machen können, sind wir in der Sünde gelandet, weil ein anderer uns zum Sünder gemacht hat. Daraus folgte, dass wir an irgendeinem Punkt Adam, was die Sünde anbelangt ihn kopiert haben. Hätte Adam nie gesündigt, würden wir nie sündigen.

So ist es aber im Umkehrschluss auch mit der Gerechtigkeit , weil jemand anderes gerecht ist. Jesus. Und nicht weil wir das sein können.

Jetzt schaun wir uns den Römer 5 Vers 20 an und da sehen wir wieder etwas Hochspannendes:

Das Gesetz aber ist daneben hereingekommen, damit das Maß der Übertretung voll würde. Weswegen jetzt das Gesetz ? Der einzige Grund : um die Menschen auf Jesus hinzuweisen. Um zu zeigen: Du kannst es allein nicht schaffen. Denn niemand kann die Gesetze halten. Niemand kann die Gebote halten. Und das Gesetz weist Dich auf Jesus hin. Der einzige, der es erfüllen konnte war Jesus, der einzige der das halten konnte ist Jesus und in ihm halte ich es mit ihm, weil er es nie bricht. Das ist das Geheimnis der Gerechtigkeit.

Wo aber das Maß der Sünde voll geworden ist, da ist die Gnade überströmend geworden, Halleluja. Sünde stoppt nie Gottes Gnade, sondern es ist genau anders rum.  Gnade stoppt immer Sünde.

Und jetzt noch ein Wort zur Sünde:

Wir alle waren Sünder, und wir waren im Gefängnis der Sünde, solange wir Jesus nicht gekannt haben.

Wir sind von der Sünde weggenommen worden, weil er für uns zur Sünde gemacht wurde. 2. Kor. 5 Vers 21.

Wir sind zu Sündern gemacht worden durch Adam. Jesus ist zur Sünde gemacht worden wegen uns. Jesus hat nie gesündigt. Gott hat den, der von keiner Sünde wusste für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit Gottes würden.

Jesus hat nie gesündigt aber er wurde zur Sünde gemacht. Wir haben nie etwas Gerechtes gemacht, aber wir wurden zur Gerechtigkeit gemacht. Wenn Du das verstanden hast, und das vor Allem glaubst, wirst Du in Zukunft ein sehr entspanntes Christsein führen.

Und wenn wir jetzt sagen : ich muss doch mehr beten, ich muss doch mehr fasten, damit ich gerecht werde, machen wir genau den gleichen Fehler, wie Adam.

Denn der Teufel redet Dir in diesem Moment zu: willst Du nicht mehr werden, wie Jesus, solltest Du nicht etwas mehr sein wie er, jetzt wird es aber schon Zeit, dass Du mal Dich an anderen orientierst.  
Diese Selbstgespräche sind nicht vom Vater, das könnt Ihr glauben.

Freunde unsere guten Werke, die wir produzieren, sind nicht die Wurzeln unseres Glaubens, sondern das ist eine Frucht unseres Glaubens. Denn wenn es die Wurzel unseres Glaubens wäre, gute Werke zu tun, würde das das Christentum zum Werketum machen. Nach dem Motto: mehr gute Werke desto mehr Christ bin ich. Völlig falsches Konzept.

Interessanterweise wurde das 2000 Jahre lang massiv gepredigt. Das ist das Problem und deswegen hängt das auch so sehr und so tief in Jedem von uns drin. Das darf nie die Wurzel und das Fundament sein, sondern es ist die Frucht daraus, die aus der liebevollen und gnadenerfüllenden Beziehung mit Jesus kommt.

Irgendwann kommst Du an den Punkt, wo Du einfach den Gottesdienst vermisst und Du willst dort sein.

Oder Du kommst an einen Punkt wo Du einfach gerne in der Gemeinde mitarbeiten möchtest. Du kommst an einen Punkt, wo Du beten willst. Irgendwann möchtest Du einfach das Wort verkündigen, weil Du ein inneres Brennen verspürst. Dann fällt es Dir auch leicht, Predigten vorzubereiten. Du willst es einfach, weil es eine Frucht ist. Und du wirst erleben, dass es keine Last ist, weil diese Frucht gesegnet ist.

So sollten wir leben. Das sind die Früchte der Gerechtigkeit und sie entstehen ohne dass Du Dich bemühst.  Du hast einfach den Drang und den Spass dazu. Und Du kannst Dich entscheiden, das Richtige zu tun.

Ich glaube, dass Jesus der Einzige und Wahre ist, durch den wir gerecht gemacht sind und wir können Nichts und zwar rein  gar Nichts dazu beitragen, dass wir noch gerechter werden. Amen

Gebet:

Vater ich preise Dich und Deinen wunderbaren einzgartigen , phantastischen Sohn Jesus. Vater danke,
dass ich verstanden habe, dass ich aus mir heraus nichts tun brauch um gerecht zu werden.

Danke dass ich auch verstanden habe, was Selbstgerechtigkeit für mich selber, aber auch für meine
Mitmenschen für Schäden verursachen kann.

Ich liebe Dich Jesus und ich habe Dein Erlösungswerk heute wieder
ein wenig mehr verstanden.

Du bist einfach wunderbar und groß. Danke für Deine
Gnade und Deine Gerechtigkeit. – Amen