Kenne Deine Autorität

Veröffentlicht von Harry am

Leider haben viele wiedergeborene Christen noch nicht Erkenntnis darüber, welche Autorität wir ausüben sollten, auch im natürlichen Leben. Dies hat nichts mit Respektslosigkeit gegenüber Gott zu tun, sondern genau das Gegenteil ist der Fall.

Wißt Ihr, der Teufel kehrt die Autorität um. Er versucht immer wieder, seine eigenen Tröstungen in uns zu pflanzen. Er malt uns wunderbare Bilder des Glücks vor Augen, falsche Versprechen der Zufriedenheit und Erfüllung. Beispiele hierfür sind:  Alkoholkonsum, Drogensucht, sexuelle Leidenschaften, ungehemmter Medienkonsum, Sadismus und Perversionen aller Art.   Aber der einzige Tröster ist der Heilige Geist. Hier dürfen wir keine Kompromisse zulassen.

Dies bedeutet, ich muß Feindschaft zwischen dem Denken der Welt und dem biblischen Denken setzen. So kann ich erkennen, wenn fremde Tröster in mein Leben kommen, und kann mich mit meinem Geist dagegen wehren. Das funktioniert nicht, wenn ich weltlich denke. Der Teufel präsentiert uns eigene Lösungen. Für uns jedoch ist die Lösung Gottes Wort.

Gehen wir zurück in die Zeit des Sündenfalls. Im Garten Eden erschafft er in Eva die Vision, darüber nachzudenken, ob es gut wäre, die Frucht zu essen und damit das Gebot zu brechen. Nachdem das Gebot, nicht von dem Baum zu essen , gebrochen wurde, versteckten sie sich wegen ihrer Schuldgefühle.

Bei der Klärung der Schuldfrage kommt Folgendes zum Tragen: Gott wird niemals gegen sein eigenes Wort sprechen, Er wird nicht mit Anklage kommen sondern mit Vergebungsbereitschaft, selbst bei diesem Verstoß der sog. Ursünde, der für die gesamte Menschheit schwerwiegende Folgen hatte. Von Gottes Seite aus ist vergeben, weil Jesus unsere Schuld getragen hat. Das ist die Vergebung, die im Himmel stattfindet. Auf Erden ist es erst vergeben, wenn wir uns selbst oder den anderen vergeben haben.

Wir sollen nicht in Schuld und Verdammnis denken und reden. Es heißt nicht umsonst in Röm 8,1 Es ist keine Selbstverdammnis bei denen, die in Christus Jesus sind. Jesus Autorität muss in unserem Leben lebendig sein. Das bedeutet, dass der Kopf der Schlange zertreten ist. Folglich ist damit die Autorität Satans außer Kraft gesetzt.

Das hat Jesus für uns auf Golgatha bewirkt. Die Frage, die sich stellt ist: Bin ich bereit, natürliche Autorität in Form von Menschen zu dulden. Wenn wir natürliche Autorität nicht anerkennen, sind wir nicht in der Lage, göttliche Autorität anzuerkennen.

Die Anerkennung von Autoritäten beginnt im Denken. Gott möchte meine Sinne durch sein Wort erneuern. Denn positives Denken hat kein göttliches Wort als Grundlage. Gottes Wort besitzt Schöpfungskraft und ist heute noch wahr und wirksam. Deshalb tut es, wozu es gesandt ist.
Unser wiedergeborener Geist freut sich über das Reden Gottes, weil das Wort in der Lage ist unser Leben zu verändern. Das Wort wird wirksam, wenn wir es erlauben.

Erlauben bedeutet die Veränderung von Denken, Sprechen, Handeln. Das kommt einer Umkehr gleich. Dafür steht das griechische Wort Metanoia, dessen Endresultat eine Hinwendung zu Christi und seinem Sinn ist. Es bedeutet auch eine Abwendung von menschlichem und weltlichem Denken. Christi Sinn zu haben heißt,  Reich Gottes gemäß zu denken und in Seiner Autorität zu handeln.

Ich bin seit ca. 20 Jahren als Christ mit dem Vater unterwegs. In dieser Zeit habe ich viele Christen kennenlernen dürfen, und wir haben gemeinsam für deren Belange gebetet. Über die Jahre konnte ich beobachten, dass trotz Gebet keine Veränderung stattgefunden hat. Autorität ausüben ist dann erst möglich, wenn derjenige weiß, was ihm gehört = Verheißung und was er darf oder was er nicht darf.

Dies nennt man auch den guten Kampf des Glaubens. Wie oben bereits beschrieben findet dieser auch durch das richtige Sprechen statt, das meint Wort Gottes laut zu bekennen.

Ich hatte in meinem Christsein Phasen, in denen ich zweifelte, nicht das Wort Gottes in den jeweiligen Situationen gesprochen habe, und Dinge getan habe, die Gott mißfielen.

Ständig war ich in der Situation, dass ich vom Feind für meine Handlungen anklagt wurde und ich ließ es zu. Satan kam mit verschiedenen  Anschuldigungen und ließ mich einfach nicht zur Ruhe kommen.
Was bist Du für ein Christ, Du liest viel zu wenig Bibel, Du bist ja noch schlimmer wie einer von der Welt. Durch diese Anschuldigungen hatte ich die falsche Denkweise und das Resultat war Verdammnis.

Irgendwann explodierte eine Bibelstelle in meinem Herzen, die mein Denken dahingehend revolutionierte:
Römer 8,1 Es ist keine Selbstverdammnis bei denen, die in Christus Jesus sind.

Hinterher habe ich Römer 8 als Gesamtes in diesem Zusammenhang gelesen und mit Hilfe Seiner Gnade verstanden, denn der Heilige Geist hat mir das Wort erklärt. Es ist als Offenbarung in mein Herz gefallen.

Ich durfte für mich persönlich erkennen, dass ich ein geliebtes Kind von Gott bin und mich Nichts und niemand von dieser Liebe trennen kann. Mit Hilfe  dieser Erkenntnis habe ich gelernt,  feindliche Angriffe wie Zweifel, Ängste und Anklage in meinem Leben sehr schnell mit dem Wort zu bekämpfen.

Mein Geist ist seitdem noch mehr empfänglich für das Reden Gottes und ich höre seine Stimme und kann mit ihm mitdenken. Das ist wunderbar. Diese Umkehr wünsche ich jedem wiedergeborenen Christen, so daß alle ihre Vollmacht und Autorität, die sie durch Jesus besitzen, ergreifen und dadurch ins verheißene Land kommen.

Denn ER wartet mit Sehnsucht auf diejenigen, die ihn in der Wahrheit und im Geist anbeten. Joh. 4,23