Neuer Bund – alter Bund

Veröffentlicht von Harry am

Um den vollen Umfang, was Jesus für Dich und mich wirklich getan hat, im Ansatz zu verstehen ist es wichtig, die folgenden Zusammenhänge zu erkennen.  Eine Stelle aus der Bibel, die zum Verständnis hilft:

Johannes 1:16. Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade.  17 Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.

Der neue Bund hat mit “ Empfangen“  zu tun und zwar ganz praktisch. Der weitere Satz ist Gnade um Gnade.

Wir können hier bereits eine klare Bedeutung erkennen, was der neue Bund für uns bedeutet. Der neue Bund bedeutet für uns dass wir die Gnade empfangen haben. Denn im nächsten Vers spricht er vom alten Bund. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.

Neuer Bund - alter BundVers 16 ist der neue Bund/Vers 17 ist der alte Bund. Der neue Bund ist empfangen – der alte Bund (der mosaische Bund) bedeutet „halten – Regeln Gesetze Vorschriften einhalten.(tust Du, so rettest Du Dein Leben – tust Du nicht, wirst Du bestraft)

Der Anfang des NT ist nicht der Beginn des neuen Bundes. Der neue Bund beginnt nicht bei Matt 1, oder bei Mark 1 oder Johannes 1. Der neue Bund beginnt auch nicht bei der Bergpredigt – er beginnt definitiv nicht bei den Lehren Jesu und ganz wichtig – er beginnt schon gar nicht bei seiner Geburt.

Der neue Bund beginnt nicht da wo er in der Bibel steht, sprich Beginn Neues Testament.

Warum ist das so?

Das griech Wort für Bund/Testament und Wille ist ein und dasselbe: diatheke. Also haben wir ,egal ob wir lesen Bund-Wille-Testament immer das gleiche Wort.

Wo beginnt nun wirklich der neue Bund – ja – wo beginnt ein Testament – wo beginnt der Wille.

Hebräer 9: 15 Und darum ist er Mittler eines neuen Bundes (diatheke) , damit, da der Tod geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfangen. 16 – Denn wo ein Testament ist, da muss notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat.

Also, das, was Jesus bis zu dem Zeitpunkt gesprochen und getan hat, war unter dem alten Bündnis. Aber er weist immer wieder auf das Neue hin. Seine Aufgabe bestand u.a. darin, den Menschen zu zeigen – Du kannst es nicht schaffen – ich bin der Weg. Er hat allerdings immer darauf hinzuweisen, dass etwas Neues kommt.

Wo beginnt der neue Bund ?

Ein Testament und der damit verbundene Wille, kommt erst zur Vollstreckung, wenn die Person, die diesen Willen kundgetan hat, gestorben ist.
Hebräer 9:17 Denn ein Testament ist gültig, wenn der Tod eingetreten ist, weil es niemals Kraft hat, solange der lebt, der das Testament gemacht hat.

Also beginnt der neue Bund beim TOD Jesu Neuer Bund - alter Bund

Wo ist jetzt ganz genau der neue Bund begründet, – wo ist sozusagen die Direktaufnahme – der Kernmoment auch Screenshot genannt?
 
In Matt 27 Vers 50 – Da schrie Jesus noch einmal mit lauter Stimme und entließ den Geist (an anderer Stelle steht – es ist vollbracht) und starb.

51 In diesem Augenblick zerriss der Vorhang im Tempel von oben bis unten in zwei Teile.

Hier wurde uns in einem Augenblick das Gesetz genommen und die Gnade dafür eingesetzt. Der alte Bund hat zu 100 % seine Gültigkeit verloren und die gesammten Sünden der kompletten Menschheit auch der Religiösität, wurden auf Jesus geworfen. Dies gilt für alle die Menschen, die ihn als Retter annehmen.

Du stehst seit dem mit beiden Beinen im Neuen Bund.

Jetzt muss man sich das so vorstellen. Ihr kennt das – wenn ein Präsident gewählt wird, erhält er den Job selbst lang vorher (Inauguration), aber das Wirken und die aktive Handlung  beginnt erst später.  Teilweise sind das 2-3 Monate. Wann war dann die eigentliche Aktivierung des neuen Bundes?
Apg 2 (Pfingsttag)- der heilige Geist hat die Stelle des Gesetzes eingenommen, dadurch hat dieses für uns keine Gültigkeit mehr.

Um die Bibel in diesem Punkt zu verstehen, müssen wir wissen, an welche Hauptansprechpartner die Bibel geschrieben ist.

Unterteilung der Bibel in 4 Teilbereiche:

welcher Teilbereich ist für wen wirklich geschrieben bzw. an wen gerichtet?

1.Mose Kap 1-11 richtet sich an Heiden in aller erster Linie.
1.Mose 12 – Apg 28 richtet sich als Hauptansprechpartner in erster Linie mehrheitlich an die Juden – Begründung:
mit 1.Mose 12 kommt Abraham- mit Abraham entsteht – Israel Juden – das Hebräertum. Dies ist ein grosser Bereich in der Bibel.

Dieser mittlere Teil richtet sich in aller erster Linie an die Juden. (Gen 1-11 endet mit dem Turmbau zu Babel Sprachverwirrung – Apg – 2 – kommt wieder die Spracheinheit)

Wenn Paulus von Brüdern spricht, oder wenn wo anders die Rede von Brüdern ist, bedeutet das nicht, dass dies alles widergeborene Christen sind. Diese Redewendungen Brüder ist ganz stark verbreitet im Judentum. Vergleichbar – wir kennen es aus dem amerikanischen Gangslang. Da sagt man relativ schnell Brother – yoo brother yoo bro usw.

Römer – Kor -Gal-Eph – Phil-Kolosser – Thessalonicher – richtet sich hauptsächlich an widergeborene Christen.

Tim Titus Philemon – Leadership-Apistels – Pastoralbriefe – Briefe für Leiter in der Gemeinde. Soll natürlich jeder lesen, – man kann verstehen, wie die Gemeinde funktioniert.

Von Hebräer bis Offenbarung 22 – sind die jüdisch-christlichen Briefe.-Ist an Juden , die den Herrn angenommen haben, sog. messianische Juden , geschrieben.

Gal 2- ab Vers7 Im Gegenteil: Es war ihnen klar geworden, dass mir die Aufgabe anvertraut ist, das Evangelium denen zu bringen, die nicht beschnitten sind, genauso wie Petrus den Auftrag hat, es denen zu bringen, die beschnitten (und zwar nach dem Fleisch) sind.

Gal 2, 8 Denn derselbe Gott, der durch Petrus gewirkt und ihn als Apostel für die Beschnittenen bestätigt hat, hat auch durch mich gewirkt und hat mich als Apostel für die Nichtjuden bestätigt. (Gott ist der selbe Gott)

Gal 2,9 Jakobus, Petrus und Johannes hatten also erkannt, welchen Auftrag Gott mir in seiner Gnade gegeben hat. Deshalb reichten sie Kephas (das ist Petrus) , Johannes, Jakobus die als die Säulen ´der Gemeinde` galten, mir selbst und Barnabas die rechte Hand ´zum Zeichen` der Gemeinschaft ´und zur Besiegelung folgender Übereinkunft`: Während sie weiterhin unter den Beschnittenen (Juden) arbeiten wollten, sollte unser Arbeitsgebiet (das Gebiet des Paulus) die nichtjüdische Welt sein.

Unter den Heiden sind diese 3 Gesandt- Briefe des neuen Testaments , die sich an Juden richtet, die Christen geworden sind, aber auch an Juden, die es nicht werden wollten.

Juden, die so nicht an Jesus auf diese Weise glauben – nach dem Motto: Nein wir haben unser eigenes System usw.“

In diesen Leuten haben wir Brüder und Brüder. Einmal Brüder und Schwestern wie bspw. Schwester Laurentia oder Bruder Tunichts – aber auch Bruder Rabbi soundso.
Diese werden genauso adressiert, – nämlich auch an die, die sich nicht entschieden haben.
Missverständnisse entstehen immer wieder dadurch, dass wir alles, was das NT anbelangt, mit Gläubigen gleichsetzen.

NT ist eine Unterteilung in der Bibel, aber nicht gleichgesetzt mit neuer Bund. Erst ab Matt 27 zerreist der Vorhang.

Wie sollten wir die Bibel lesen ?

Neuer Bund - alter BundWir sollten die Bibel durch die Brille von Jesus lesen. Wir erkennen ihn auf jeder Seite im alten Testament. Er hat gesagt, dass er das Alpha und das Omega ist.

Das alte Testament beinhaltet verschiedene Bilder und Typologien, die für den neuen Bund gelten. Bilder wie Leinen = Gnade, Blut weist immer auf Jesus hin Feigenblätter = Gesetz usw.

Wenn wir die Bibel nicht durch die Brille Jesu lesen, ist Gott auf Distanz und wir sind voll im Gesetz.

Wenn wir jetzt die Bibel im NT lesen bspw. die Briefe des Paulus, müssen wir die simple Regel anwenden und uns fragen: spricht er zu Brüdern oder zu Brüdern? Spricht er zu Gläubigen oder spricht er zu seinen jüdischen Zeitgenossen? Dadurch verstehen wir auch manche Aussage, an der wir vielleicht bisher geknabbert haben.

Jetzt wird klar, dass solche Aussagen nicht an Bruder Tunichts oder Schwester Laurentia gerichtet sind, sondern an Brüder Rabi … die, trotzdem sie dabei gesessen sind und die Aussagen des Evangeliums gehört haben, nicht den Schritt zu Jesus machen wollten.

Weitere Fakten, die zur Erkenntnis führen:

Uns Heiden wurde nie das Gesetz gegeben. Das Gesetz war ausschließlich für die Juden.

Bibelstellen als Beweis hierzu:

Epheser Kap 2: ab Vers 11: Darum gedenkt daran, daß ihr, die ihr einst Heiden im Fleisch wart und Unbeschnittene genannt wurdet – das waren wir alle – von der sogenannten Beschneidung, die am Fleisch mit der Hand geschiehthier spricht er das Judentum an – 12 — daß ihr in jener Zeit – also als Heiden – ohne Christus wart, ausgeschlossen von der Bürgerschaft Israels und fremd den Bündnissen – der alte Bund war uns fremd, der alte Bund ist uns nie gegeben worden, er wurde gar nie für Heiden gemacht, sondern nur für Juden – der Verheißung; ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt.

13 – Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, nahe gebracht worden durch das Blut des Christus.

14 Denn Er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes – Menschen, die zum Glauben kommen , egal ob Juden oder Heiden die zum Glauben kommen werden jetzt eins – da gibt es keinen Unterschied mehr Juden / Heiden- da gibt es nur noch in Christus – abgebrochen hat,

15 indem er in seinem Fleisch die Feindschaft, das Gesetz der Gebote – das ist das Gesetz Mose- in Satzungen, hinwegtat, um die zwei in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und Frieden zu stiften.

Was hat Jesus getan: er hat das Gesetz Mose hinweg getan für die Juden, denn wir Heiden haben das Gesetz nie erhalten.

Weil der neue Bund immer wieder falsch verstanden wird, führen Christen Menschen zu Jesus, und dann lehren sie sie die 10 Gebote als ein Dogma. Dabei wurden uns diese gar nie gegeben. Damit vermitteln sie eine verkehrte Sichtweise.

Für uns Heidenchristen gilt die nachfolgende Orientierung:

Hebräer 8 Vers 10 sondern das ist der Bund,(neuer Bund) den ich mit dem Haus Israel schließen werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben; und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.

Die Gesetze des neuen Bundes gab Jesus uns

Jesus kam für das Haus Israel, hätten sie ihn angenommen, hätte Jesus seine Königsherrschaft gleich aufrichten können – aber weil sie ihn verworfen und damit abgelehnt haben, und die Heiden ihn mit Freuden angenommen haben, öffnete dies die Tür für die heidnische Welt – Jesus wäre ja nur für die Juden gekommen, und deren Job wäre es gewesen, den Rest der Welt zu Jesus zu bekehren.  Stattdessen läuft das ganze genau verkehrt rum – wir bekehren jetzt die Juden.

Der neue Bund schliesst nicht nur Israel zusammen, sondern auch die Gemeinde, die Heiden sind in diesem Bund zusammengeführt worden.

Dieser Bund ist für Israel und für die Heiden, also für uns. Wir sind jetzt sozusagen an die Stelle der Juden gerückt, und jetzt spricht er: ich will Ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und in ihr Herz schreiben: das sind nicht die 10 Gebote.

Er spricht hier nicht von den 10 Geboten.  Gott schreibt nicht die 10 Gebote in dein Herz – er hat hierbei nie von den über 600 Gesetzen Mose gesprochen, die wir hier einhalten müssten.(das wäre die Schlussfolgerung) Er spricht hier von dem neuen Gebot. Als Jesus beim letzten Abendmahl in der Nacht, als er verraten wurde, sagte er:

ein neues Gesetz gebe ich Euch: es ist das Gesetz der – Liebe. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.Joh. 13:34
Jakobus redet davon , dass es das königliche Gebot der Liebe ist: Jakobus 2,8 Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach dem Schriftwort: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!, so handelt ihr recht.

Wo ist jetzt der Unterschied: Das neue Gesetz beinhaltet die Grundsätze der 10 Gebote

wenn Du das Gebot der Liebe in Dir hast, dann begehst Du keinen Ehebruch – dann ermordet du niemanden, dann beklaust Du niemanden. Dann ist es Dir wichtig, dass es deinem Nächsten gut geht – dann wirst du die Frau respektsvoll behandeln, dann wirst Du nicht etwas Böses für Deinen Nächsten wollen.

Hier noch eine ganz andere Sichtweise: Das Gebot der Liebe in mir ist die Offenbarung, wie sehr mich Gott liebt und dass mich Nichts mehr trennen kann von der Liebe Gottes – auch wenn ich sündige. Ich habe ewige Sicherheit in mir – ewige Heilsgewissheit.

Dieses Gebot ist in meinem Herzen – das Gesetz der Liebe in mir ist die ewige Heilsgewissheit – preis den Herrn. Dadurch hat uns Gott die ewige Sicherheit durch den neuen Bund gegeben.

Warum gibt es soviel Vermischung auch bei anderen Glaubensrichtungen?

Im Garten Eden gab es 2 Bäume: den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse und den Baum des Lebens (Jesus, der Weinstock).

Motiviert durch die falsche Schlange haben sich Adam und Eva, indem sie vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse genommen haben, von Beginn an für das Gesetz entschieden.

Ab diesem Zeitpunkt konnte eine Jahrtausende anhaltende Gehirnwäsche durch den Widersacher beginnen, mit unterschiedlichen Inhalten der Selbsterlösung und Selbermachen-Werken.

Die klügsten Leute sind reihenweise im Laufe der Zeit hierauf reingefallen, wie ja bekannt ist. Dies waren alles Resultate der falschen Entscheidung und der immer weiteren Entfernung von Gott.

Gott mußte Adam und Eva aus dem Paradies verbannen, um zu verhindern, dass Vermischung rein kommt. Dies wäre dann passiert, wenn sie sich jetzt auch noch gleichzeitig vom Baum des Lebens ernährt hätten.

Jetzt machen wir einen Sprung zum 2. Mose und der Phase, indem das Volk über Mose die Gebote erhalten hat.

In 2 Mose 24 hat Gott dem Volk seine Vorschriften und Gebote diktiert insbesondere Opferarten usw. und sie haben sich eindeutig dafür ausgesprochen, diese einzuhalten, ohne Ausnahme. Sie konnten also nicht behaupten, sie wüssten nicht, was der Inhalt der Gebote ist.

Neuer Bund - alter BundAls in 2.Mose 32 Mose das erste Mal mit den Steintafeln vom Berg Sinai herunterkam, haben sie bereits gegen das erste Gebot verstossen. Was wäre jetzt die Konsequenz von Gott gewesen? Der Lohn der Sünde ist der Tod.

Die Konsequenz wäre die sofortige Vernichtung des Volkes Israel gewesen. Und einer verheerenden Konsequenz auch damit für uns. Mose hat das sofort überrissen und die Steintafeln zerschlagen.

Sehr mutig von ihm, denn er wusste letztendlich nicht, wie Gott darauf reagieren würde.

2. Mose 32 ab Vers 19 Außer sich vor Zorn warf er die Steintafeln auf den Boden und zerschmetterte sie am Fuß des Berges.    20 Mose nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, verbrannte es im Feuer und zerstampfte die Asche zu Staub. Den Staub streute er ins Wasser und gab es dann den Leuten zu trinken.
(damit machte er ihnen noch mal die Machtlosigkeit dieses selbstgebauten Gottes bewusst.)

21 Danach fragte er Aaron: »Was hat das Volk dir getan, dass du es zu so einer schwerwiegenden Sünde verführt hast? 22»Sei nicht zornig, mein Herr«, antwortete Aaron. »Du weißt doch selbst, wie böse dieses Volk ist. 23 Sie baten mich: `Mach uns einen Gott, der uns führt, denn wir wissen nicht, was diesem Mose, der uns aus Ägypten geführt hat, zugestoßen ist. 24 Deshalb forderte ich sie auf: Wer Gold hat, bringe es mir. Als sie mir den Schmuck brachten, warf ich ihn ins Feuer – und heraus kam dieses goldene Kalb. 25 Mose sah, dass die Israeliten taten, was sie wollten; Aaron hatte sie dazu gebracht.

26 Deshalb stellte Mose sich an den Eingang des Lagers und rief: »Alle, die auf der Seite des Herrn stehen, sollen zu mir herüberkommen!« Da kamen alle Leviten zu ihm. 27 Und Mose sagte zu ihnen: »So spricht der Herr, der Gott Israels: Schnallt eure Schwerter um. Geht dann durchs Lager von einem Tor zum anderen und tötet eure Brüder, eure Freunde und Nachbarn. 28 Die Leviten gehorchten Mose. An jenem Tag starben etwa 3.000 Mann. (diese 3.000 Mann wären starke Gegner von Mose und damit auch Gott geworden – hier wurde eine wichtige bösartige Wurzel ausgerissen)

29 Dann forderte Mose die Leviten auf: »Weiht euch und eure Söhne heute alle zusammen zum Dienst für den Herrn, damit ihr heute gesegnet werdet. Mose bittet für Israel:  30 Am nächsten Tag sagte Mose zum Volk: »Ihr habt eine schwerwiegende Sünde begangen, aber ich will noch einmal zum Herrn auf den Berg steigen. Vielleicht kann ich es erreichen, dass er euch vergibt. 31So kehrte Mose zum Herrn zurück und bat: »Diese Leute haben eine große Sünde begangen: Sie haben sich einen Gott aus Gold gemacht.

32 Doch ich bitte dich, vergib ihnen ihre Sünde – wenn nicht, dann streiche mich aus dem Buch, das du führst. 33 Der Herr antwortete Mose: »Ich werde nur die aus meinem Buch streichen, die gegen mich gesündigt haben. 34 Nun geh und führe das Volk an den Ort, den ich dir genannt habe. Mein Engel wird euch führen. Wenn meine Zeit kommt, werde ich die Israeliten jedoch für ihre Sünden bestrafen. 35 Und der Herr bestrafte das Volk, weil sie das Kalb angebetet hatten, das Aaron gemacht hatte. 

Neuer Bund - alter BundBeim 2. Mal gab der Herr die gleichen Gebote wie in 2 Mose 34 , aber dieses Mal hatten diese einen anderen Charakter – sie waren vermischt mit Gnade, weil Gott wusste, dass sie die Gebote nie einhalten können. Moses Gesicht leuchtete dieses Mal als er vom Berg herunter kam.

Das heisst Gott hat jetzt selbst die Vermischung mit hinein gebracht. Er wusste, dass sie die Gesetze sonst nie einhalten können.
Der 1. Satz Steintafeln war pures Gesetz , der 2. Satz war vermischt mit Gnade.

Die Anhängsel der 10 Gebote sind im übrigen die anderen 613 Vorschriften und Gesetze, die außer die Opferarten, die sie bereits vor dem 1. Satz bereits erhalten haben, dazu dienten, als Widergutmachung, wenn die Gesetze nicht eingehalten werden (auch als Dankopfer) immer in Verbindung mit dem Gesetz.

Ab diesem Zeitpunkt haben die Juden auf den Erlöser gewartet, den sie in Jesus leider nicht erkannt haben. Verschiedene Propheten haben im alten Testament immer wieder auf ihn hingewiesen.
Wir Heiden haben ihn dann mit Freuden aufgenommen und wir bekehren jetzt die Juden, obwohl Gott es sich andersrum gewünscht hätte.

Deshalb gibt es soviel Vermischung in der Menschheit und allen Glaubensrichtungen. Sie haben alle miteinander, nebst Juden, die Gnade nicht erkannt und wählen deshalb das Leben im Gesetze. (Ich muss tun um meinem Gott zu gefallen – ich muss die Vorschriften einhalten, denn sonst werde ich bestaft – wie kann ich alles einhalten?)

Das bedeutet nicht, dass es die 10 Gebote nebst den 613 Anhängseln nicht mehr gibt. Diese gibt es nach wie vor für die Menschen, die bewusst weiter im Gesetz leben wollen.

Was hat Jesus jetzt getan?

Durch seinen Tod am Kreuz hat er die Wahlmöglichkeit geschaffen, für Gnade oder für Gesetz und er hat alle erlöst, die an ihn glauben.

Er hat die 10 Gebote nicht aufgelöst oder weggetan, sondern er hat diese mit all den 613 Anhängseln der Widergutmachung erfüllt. Er hat es erfüllt für diese Menschen, die sich für Seine Gnade entschieden haben. Dies geschieht durch die Wiedergeburt. Da hat die über tausende von Jahren anhaltende Gehirnwäsche des Teufels ein Ende und ab diesem Zeitpunkt sind wir eine brandneue Kreatur in Christus. (2.Korinther 5:17)

Ab diesem Zeitpunkt ist unser neuer Lehrer und unser Gewissen der heilige Geist, Halleluja