Geist – Seele – Leib

Veröffentlicht von Harry am

Der Zusammenhang um die Natur des Menschen Geist, Seele und Leib ist faszinierend.   Lasst uns erforschen, wo die Unterschiede liegen. Dabei ist die Unterscheidung des Leibes von den beiden anderen leicht.  Die Unterscheidung von Geist und Seele ist komplexer. Das kann nur anhand der Bibel erfolgen.   
Zu diesem Thema gibt es viele Missverständnisse und es wurde auch schon viel falsch gelehrt. Ich sprach mit Predigern und Lehrern darüber und durfte feststellen, daß zu wenig Offenbarungswissen darüber besteht und deshalb in den Gemeinden verstärkt gelehrt werden sollte. Das ist auch kein Wunder, denn der Teufel ist nicht an einer Aufklärung über dieses Basiswissen interessiert.

Jemand sagte mir: „Harry, ich habe immer gedacht, Geist und Seele wären das Gleiche, so habe ich es zumindest auch immer gepredigt.“ Daraufhin habe ich diesen liebenswerten Bruder gefragt warum geschrieben steht : Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet Seele als auch Geist (Hebr 4,12) ?    Wenn alles dasselbe wäre, hätte der Schreiber des Hebräerbriefes das ja nicht extra trennen müßen. Das hat ihn dann zum Nachdenken gebracht.

Er selbst aber der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes Wesen, der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus (1. Thess. 5,23).

Geist und Seele als das Gleiche zu bezeichnen, wäre dasselbe,  wie zu behaupten, dass der Leib und die Seele gleich sind.
Es ist auch der Schrift zu entnehmen, dass alle drei Teile völlig unterschiedlich zu betrachten sind. Folgende Eigenschaften kann man den einzelnen Teilen zuordnen: es ist ohne Zweifel erwiesen, dass unser Körper der Berührungspunkt für die physische Welt ist. Der Körper hat mit dem natürlichen Bereich zu tun. Das dürfte jedem Menschen bewußt sein. Unser Geist jedoch kommuniziert mit dem Geist Gottes, denn Gott ist Geist.

Nur ein Geist kann mit einem anderen Geist in Kontakt stehen und kommunizieren. Deshalb haben wir eine Verantwortung, nämlich uns gegen das Fleisch und für den Geist zu entscheiden. Bei der neuen Geburt wird der Geist des Menschen von Neuem geboren. Jesus sagte zu Nikodemus: Ihr müßt von neuem geboren werden Johannes 3,3-7). Nikodemus, ein natürlicher Mensch, konnte nur den natürlichen Bereich sehen und sagte daraufhin:  „wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist?  Er kann doch nicht zum zweitenmal in den Schoß seiner Mutter eingehen und geboren werden. (Vers 4). Jesus antwortete darauf: Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist (Vers 6).“

Wenn man das NT durchforscht, um zu sehen, was Paulus und die anderen Apostel über dieses Thema gesagt hatten, kommt man automatisch auf die Beschneidung: denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist; auch ist es nicht die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und seine Beschneidung geschieht am Herzen, im Geist, nicht dem Buchstaben nach. Seine Anerkennung kommt nicht von Menschen, sondern von Gott (Röm 2,28-29).

Paulus erklärt hier, dass der Geist das Herz ist.

Wenn wir nun mit dem Körper den natürlichen Bereich kontaktieren und mit unserem Geist den geistlichen Bereich, müssen wir nun auch die Seele einordnen. Mit der Seele kontaktieren wir den intellektuellen Bereich.

Die Natur des Menschen besteht aus:
Geist – Dieser Teil des Menschen hat mit dem geistlichen Bereich zu tun. Der Geist des Menschen ist der Teil, der Gott kennt und mit ihm kommuniziert.
Seele – Dieser Teil des Menschen hat mit dem seelischen, dem mentalen Bereich zu tun. Die Seele umfasst den Verstand, die Gefühle und den Willen des Menschen. Mit ihr schlussfolgern und denken wir.
Leib – Dieser Teil des Menschen hat mit dem natürlichen Bereich zu tun. Unser Leib ist das Gebäude, in dem wir leben.

Ich möchte Dir eine bestimmte Sichtweise vermitteln: wenn Du es nicht bereits tust, fange an, Dich in einem neuen Licht zu sehen. Betrachte dich nicht nur als körperliches Wesen.

Sieh dich selbst als geistliches Wesen, das eine Seele besitzt und in einem Körper lebt.

Der Geist

Der Geist des Menschen ist der Teil, der Gott kennt. Der Mensch ist von derselben Art wie Gott, denn Gott ist Geist und Gott schuf den Menschen, um mit ihm Gemeinschaft zu haben. Er schuf den Menschen zu seiner Freude. Der Mensch ist kein Tier. Um mit Gott Gemeinschaft zu haben, muss der Mensch von derselben Art sein wie Gott. Deshalb ist der Mensch Geist, genauso wie Gott Geist ist.

Um das zu verdeutlichen möchte ich folgende Frage stellen: Hast du schon einmal versucht, mit einem Stier oder einem Krokodil Gemeinschaft zu haben? Das ist nicht möglich, weil diese Tiere zum Tierreich gehören, sie gehören einer anderen Art an als wir.

Das ist auch bei einem Haustier, einer Katze oder einem Hund der Fall. Oder erhältst Du von einem Hund oder einer Katze konkrete Antworten? Sie handeln lediglich aus dem Instinkt heraus. Aber wir können mit anderen Menschen Gemeinschaft haben und wir können mit Gott Gemeinschaft haben, weil wir von derselben Art sind.
Jesus sagte zu der Frau am Jakobsbrunnen:
Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten (Joh 4,24).

Wir können Gott nicht im physischen Bereich kennen oder berühren. Er ist kein Mensch. Er ist Geist. Wir können auch nicht auf der Verstandesebene mit Gott kommunizieren, weil er Geist ist. Aber wir können Gott mit unserem Geist erreichen und durch unseren Geist lernen wir ihn kennen.

Nun wissen wir also, dass Gott Geist ist. Und doch hat Gott, obwohl er Geist ist, den Körper eines Menschen angenommen. Jesus war Gott, der sich im Fleisch offenbart hat.
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden:   und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist.  Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.(Joh. 1, 1-3 und 14).

Als der Schöpfer des Universums die Gestalt eines Menschen annahm, war er nicht weniger Gott als zuvor. Wenn ein Mensch stirbt, velässt er seinen Körper, er ist dann aber nicht weniger Mensch als zuvor. Das sehen wir in Jesu Erlebnis über den Tod von Lazarus und dem reichen Mann (Lk.16,19-31).
Im Paulusbrief an die Gemeinde in Thessalonich bekommen wir einen kurzen Einblick in die dreifache Natur des Menschen. Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes Wesen, der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus (1. Thess 5,23).

Eine andere Übersetzung dieses Verses lautet: Euer Geist, Seele und Leib mögen vollständig, ohne Tadel bewahrt werden bei der Ankunft des Herrn Jesus Christus.  Der Mensch soll bei der Ankunft des Herrn vollständig, untadelig bewahrt sein. Das wird ein großartiger Tag, denn wenn der Herr kommt, wird dieser ganze Mensch – Geist, Seele und Leib – vollständig bewahrt sein.

Unser Geist ist jetzt bereits neu, weil er aus Gott geboren ist. Aber den verherrlichten, neuen Leib bekommen wir bei der Ankunft des Herrn Jesus.
Das neue Leben haben wir jetzt schon, aber den neuen Leib bekommen wir erst.

Mehrere Propheten des Alten Testaments haben in Bezug auf Israel geweissagt, dass Gott mit dem Volk Israel einen neuen Bund aufrichten würde.

Dieser neue Bund beginnt im Neuen Testament, wie wir es kennen.  siehe Beitrag Neuer Bund
Durch den Propheten Hesekiel sagte Gott: Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben;  ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut (Hes 36.26-27).

Hesekiel hat im Hinblick auf die neue Geburt geweissagt. Wenn ein Mensch von Neuem geboren wird, dann wird sein Geist (der eigentliche, wahre Mensch) von Neuem geboren und der alte Mensch ist nicht mehr da. Das alte, harte Herz aus Stein ist weg.

Dieser Mensch ist eine neue Schöpfung, wie Paulus es in 2. Korinther 5,17 beschreibt: Daher, wenn Jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Die Worte Herz und Geist werden in der Bibel deckungsgleich verwendet. Das Herz ist der Geist „Wenn die Bibel vom Herz eines Menschen spricht, dann spricht sie von seinem Geist.

Denn Paulus schreibt im 1. Thessalonicher 5,23 nicht : euer ganzes Herz möge bewahrt werden“ sondern es heißt: und euer ganzes Wesen, der Geist, die Seele und der Leib, mögen untadelig bewahrt werden.

Petrus sprach im 1. Petr. 3.4 vom ,,verborgenen Mensch des Herzens“ und bezog sich dabei auf den Geist des Menschen. Er sagte, dass es nicht nur der äußere Schmuck ist, um den wir besorgt sein sollen,sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist.  Das ist der wirkliche Mensch. Der wahre Mensch ist nicht der äußere Mensch, unser Körper, der aus Fleisch und Knochen besteht. Der wahre Mensch ist der innere Mensch.

Paulus sprach von diesem verborgenen Mensch des Herzens – dem Geist des Menschen – als dem inneren Menschen:
wenn auch unser äußerer Mensch zugrunde geht – andere Übersetzung lautet: ,,verfällt“- , so wird doch der innere Tag für Tag erneuert (2. Kor 4,16).

Der äußere Mensch, der Körper, wird älter und verfällt, genauso wie das Haus, in dem wir wohnen. Es verfällt und muss ständig gepflegt und repariert werden.

Aber unser wahres Ich ( ich spreche hier vom wiedergeborenen Geist ) wird nicht älter, denn Paulus sagte: so wird doch der innere Mensch Tag für Tag erneuert.
Wir werden nie älter sein als heute. Wir sind jetzt nicht älter als wir es vor ein paar Jahren waren . Wir wissen jetzt mehr als damals, aber wir sind nicht älter. Ich Harry,  bekomme wohl mehr graue Haare und noch ein paar Falten dazu, aber mein wahres Ich wird niemals alt werden.

Denn der innere Mensch wird Tag für Tag erneuert. Paulus schreibt weiter: denn unsere Bedrängnis, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, 18 uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare.   Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig. (2. Kor 4,17-18).

Vielleicht befindest Du Dich gerade in einer Situation, die die Dein Leben vom natürlichen Standpunkt aus betrachtet, sehr schwer macht. Dann denke daran, dass dies nur für eine kurze Zeit ist. Denn wir erwarten etwas viel Herrlicheres, das nicht nur einen Moment andauert, sondern die ganze Ewigkeit.

Da wir nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare. (2. Kor. 4,18)

Den äußeren Menschen kann man sehen, aber der innere Mensch ist der verborgene, unsichtbare Mensch.

Manche Menschen leben in der Niederlage, weil sie ihren Blick auf das Falsche gerichtet haben. Sie sehen nur auf das Sichtbare.
Eine Aussage von Smith Wigglesworth, der nur dem Wort Gottes geglaubt hat, die ich genial finde ist:

Ich lasse mich nicht durch das beeinflussen, was ich sehe. Ich lasse mich nicht durch das beeinflussen, was ich fühle. Ich lasse mich nur durch das beeinflussen, was ich glaube.  

Nur durch Glauben ist es möglich, auf das Unsichtbare zu sehen.

Der zweite Teil des Menschen – die Seele

Wie bereits erwähnt, umfasst die Seele den Verstand, die Gefühle und den Willen eines Menschen. Mit ihr schlussfolgern und denken wir.  Die Seele ist für den mentalen Bereich zuständig.

In Römer 12,1 lehrt Paulus, dass wir mit unserem Körper etwas tun sollen: Ich ermahne euch nun, ihr Brüder angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!

Gleich danach spricht Paulus über den Sinn, also über den Verstand bzw. die Seele des Menschen.

Er sagt in Vers 2, dass wir auch mit unserem Sinn etwas tun müssen: Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.

Übrigens: Paulus schreibt hier an Gläubige, nicht an Ungläubige. Er schreibt seinen Brief nicht an Menschen, die von der Welt sind. Er schreibt an Christen, die von Neuem geboren und mit dem Heiligen Geist erfüllt sind.  Ihr Christsein hatte sich jedoch noch nicht auf ihren Körper und auf ihren Verstand ausgewirkt. Paulus sagte ihnen, dass sie sowohl mit ihrem Körper als auch mit ihrem Verstand etwas tun müssen.

Gott selbst wird weder mit unserem Körper noch unserem Verstand etwas tun. Gott hat unseren Geist kontaktiert. Wir haben mit unserem Geist Gott kontaktiert und unser Geist (der innere Mensch, der verborgene Mensch des Herzens) ist zu einem neuen Menschen in Christus geworden.

Jetzt liegt es an uns, etwas zu tun. Paulus sagte, dass wir mit unserem Körper etwas tun müssen – dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges Opfer und (2) mit unserem Verstand – lasst euch verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes (Röm 12,1-2).

Es ist absolut notwendig, dass Christen ihren Sinn durch Gottes Wort erneuern. Nur weil jemand wiedergeborener Christ ist oder sogar mit dem Heiligen Geist erfüllt ist, bedeutet das noch nicht, dass er auch einen erneuerten Sinn hat.     –    Der Sinn wird allein durch Gottes Wort erneuert.
Aus diesem Grund hat Gott Lehrer (Menschen, die wirklich zum Lehren berufen sind) in die Gemeinde gestellt.

Denn der Glaube kommt ja bekanntlich aus der Predigt, wie es in Römer 10,17 steht.

Gott hat uns sein Wort gegeben und wir können uns von diesem Wort ernähren. Dadurch wird unser Sinn erneuert. Aber Gott hat auch Lehrer in die Gemeinde gestellt, um unseren Sinn zu erneuern und uns Offenbarungserkenntnis aus seinem Wort zu bringen. Unser Sinn wird also auf zwei Arten erneuert:

(1) durch unser eigenes Studium und das Nachsinnen über Gottes Wort und (2) durch Lehre von Menschen, die der Heilige Geist zum Lehrdienst gesalbt hat.
Wenn unser Sinn täglich durch Gottes Wort erneuert wird, können wir in der Kraft und Erkenntnis des Wortes wachsen und im Licht des Wortes lehren.

Einmal fragte mich jemand: ,,Harry, was kann ich unternehmen, damit mein Glaube an Gottes Wort mehr ist als nur gedankliche Zustimmung?“
Als Erstes müssen wir den Unterschied zwischen Glauben und gedanklicher Zustimmung verstehen. Wenn wir Gottes Wort gedanklich zustimmen, dann halten wir es für wahr, handeln aber nicht danach.

Wirklicher Glaube handelt auf Gottes Wort hin. Beispiel für gedankliche Zustimmung: Ja ich weiß, dass Gottes Wort wahr ist – Ich weiß dass Gott mir bestimmte Dinge verheißen hat und dass ich diese Dinge haben sollte und Handlungen unternehmen sollte.

Glaube sieht das Erbetene als bereits erhalten an. Glaube sagt: Gottes Wort sagt es – ich glaube es und ich habe es jetzt auch wenn es im Natürlichen noch nicht sichtbar ist.   Glaube sagt: Ich habe es jetzt – nicht weil ich es sehen kann, nicht weil ich es im Natürlichen besitze,   sondern weil Gott es mir verheißen hat.

Es ist aber der Glaube eine feste Zuersicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von einer Sache, die man nicht sieht (Hebr 11,1)  Eine andere Übersetzung dieses Verses lautet: Glaube gibt den Dingen, die man erhofft, Substanz. Unser Glaube gibt diesen Dingen Substanz und deshalb können wir sagen: Es gehört mir.

Der dritte Teil des Menschen – der Leib

Nun kommen wir zum Leib. Wie schon gesagt, ist der Geist des Menschen der innere Mensch. Der Geist ist der Teil des Menschen, der Gott kennt. Der Leib dagegen ist der äußere Mensch, der natürliche Mensch, das Haus, in dem wir leben.

Ich ermahne Euch nun, ihr Brüder angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst (Röm 12,1).

Paulus schreibt hier nicht an Sünder. Er schreibt an die Heiligen in Rom, denn er sagt: ,,Ich ermahne euch nun, ihr BrüderEr richtet seinen Brief an alle in Rom anwesenden Geliebten Gottes, an die berufenen Heiligen (Röm 1,7). Er erklärt, dass wir mit unserem Leib etwas tun sollen, nämlich: dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges Opfer.

Es liegt an uns wenn wir nichts mit unserem Körper tun, dann wird mit unserem Körper auch nichts geschehen. Paulus fordert niemanden dazu auf, sich selbst Gott darzubringen. Als Kinder Gottes gehören wir ihm bereits. Man kann niemandem etwas geben das ihm schon gehört.  Du kannst nicht jemandem das Auto aus der Garage fahren und es ihm dann als Gabe überreichen. Es gehört ihm bereits. Genauso wenig kannst du etwas nehmen, was Gott schon gehört und es ihm geben. Es gehört ihm bereits.

Paulus schreibt in Römer 12,1: dass ihr (der innere Mensch) eure Leiber (das irdische Haus, in dem wir leben)  darbringt ...“ (AmplifiedBlble). Wir sind die Verwalter unseres Hauses, nicht Gott. Wir selbst müssen unseren Leib als ein ,,lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer“ darbringen, ,,das sei euer vernünftiger Gottesdienst“. Mir gefällt eine andere Übersetzung, die so lautet: ,,… das sei euer geistlicher Dienst.“

Es gibt Menschen die sagen: unser Körper ist doch eigentlich völlig unwichtig und was wir mit ihm machen, ist auch egal. Er kommt doch sowieso nicht in den Himmel.“ Aber Gott ist es wichtig, was wir mit unserem Körper tun. Gott möchte, dass wir umgewandelte Körper haben. Er möchte, dass wir unseren Körper als ein lebendiges Opfer darbringen.

… das sei euer vernünftiger Gottesdienst“. Paulus hat gesagt: ,,Darum: ist jemand, in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden“ (2. Kor 5,17). (Man beachte, dass das siehe bei es ist alles neu geworden steht)

Das richtige Verhalten ist wirklich wichtig, aber dadurch wird man kein Christ.

Auch Sonntagmorgens im Gottesdienst zu sitzen, macht niemanden zum Christen, genauso wenig wie man zum Flugzeug wird, nur weil man 2 Stunden im Hangar gestanden ist.  Sei Dir über eines gewiß: durch richtiges Verhalten kommt man nicht in den Himmel. Man kommt in den Himmel, wenn man von Neuem geboren ist. ‚Wenn wir uns bemühen, aus uns selbst heraus gut zu sein, dann ist das kein Christentum, sondern einzig und allein Religion. Christsein bedeutet, von Neuem geboren zu sein und nicht religiös zu sein.

Christsein heißt, das Geschenk des ewigen Lebens zu erhalten – halleluja. Wenn deinem Geist ewiges Leben, also die Natur Gottes und das Leben Gottes gegeben wird, dann wird dich das verändern.
Wenn das Leben Gottes in Dein Herz kommt, wird dein innerer Mensch (der wirkliche Mensch) zu einem neuen Menschen. Wir müssen uns nicht selbst neu machen. Das klappt sowieso nicht. Wer von Neuem geboren ist, ist ein neuer Mensch rnit einer neuen Natur, denn Paulus sagte: das Alte ist vergangen (unsere alte, sündige Natur);  siehe, es ist alles neu geworden (2Kor 5,17).

Wenn wir von Neuem geboren sind, werden wir zwar nach wie vor Schwierigkeiten mit unserem Fleisch haben, aber mit unserem wirklichen Menschen werden wir keine Schwierigkeiten haben. Manche sagen: ,,Du musst deinem alten Ich absterben. Wenn wir von Neuem geboren sind, ist das alte Ich jedoch schon gestorben und wir haben stattdessen ein neues Ich. Es ist unser Fleisch, dem wir absterben müssen. Ja, aber Harry: ,,Ist denn das Fleisch nicht das alte Ich?“  Nein, dein Fleisch ist noch derselbe Leib, dasselbe Fleisch wie vor deiner Errettung, aber dein innerer Mensch
(das alte Ich ) ist zum neuen Ich geworden, ein neuer Mensch in Christus.

Dieser innere Mensch ist ein neuer Mensch geworden, so wie es in 2. Kor 5,17 steht: das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!  Dieser neue Mensch ist eine ,,neue Schöpfung“ in Christus. Unser Körper ist nicht neu geworden, wir werden erst beim Kommen des Herrn einen neuen Körper bekommen. Jetzt erwartet Gott, dass wir etwas mit unserem Körper tun, dass wir ihn als ,,ein lebendiges Opfer“ darbringen. Er erwartet, dass wir unseren Körper kontrollieren, anstatt ihm zu erlauben, uns zu beherrschen.

Jesus möchte nicht, dass wir fleischliche Christen sind bzw. Christen, die von ihrem Körper beherrscht werden. Er erwartet, dass wir das tun, was Paulus in 1. Korinther 9,27 beschreibt: … sondern ich bezwinge meinen Leib und beherrsche ihn, damit ich nicht anderen etwas verkündige, aber dann selbst verführt werde.

Paulus sagt: ,,Ich bezwinge meinen Leib. Ich beherrsche ihn“ (1 Kor 9,27).
Wer ist nun  ,,ich“? ,,Ich“ ist der Mensch im Inneren. Wäre der Körper das wirkliche Ich, hätte Paulus gesagt: ,,Ich bezwinge mich … Ich beherrsche mich.“ Das hat er aber nie gesagt. Er sagte: ,,Ich bezwinge meinen Leib und beherrsche ihn.“ Deshalb ist das ,,Ich“, auf das Paulus sich hier bezieht, der wirkliche Mensch, der Mensch im Inneren, der verborgenen Mensch des Herzens, der ewige Mensch.

Vielleicht liegt Dir jetzt die Frage auf der Zunge: ,,Den Leib bezwingen, aber wie denn?  Die Antwort darauf lautet: durch den inneren Menschen.  Wir lassen uns nicht von unserem Leib dominieren und auch nicht von unserem Körper beherrschen. Wir herrschen über unseren Körper. Der innere Mensch soll den Körper beherrschen.

Sehr viele Christen lassen sich jedoch von ihrem Körper beherrschen. Und genau deshalb bleiben sie geistliche Babys. Deshalb gibt es fleischliche Christen. Im ersten Teil des Korintherbriefes tadelt Paulus die Korinther dafür, dass sie geistlich immer noch Babys sind.  Dann sagt er:  ihr seid noch fleischlich (1. Kor 3,3).  ln einer anderen Übersetzung lautet das Wort, das hier mit fleischlich übersetzt wird vom Körper beherrscht„. Fleischliche Christen sind Christen, die von ihrem Körper beherrscht werden. Sie lassen es zu, dass ihr Körper sie beherrscht.

Und ich, Brüder, konnte nicht mit euch reden wie mit Geistlichen, sondern wie mit Fleischlichen, wie mit Unmündigen in Christus. Milch habe ich euch zu trinken gegeben und nicht Speise, denn ihr konntet sie noch nicht ertragen. Auch könnt ihr`s jetzt noch nicht, weil ihr noch fleischlich seid. (1. Kor. 3,1-3)

Nun ist hoffentlich klar geworden, dass die Bezeichnung „fleischlich“ auf Christen gemünzt ist, die sich auf das Natürliche stützen und / oder unter dem Gesetz bleiben. Es sind nicht zwangsläufig diejenigen, die als Christen einen wilden Lebenswandel an den Tag legen, der „unchristlich“ aussieht – sondern die, die in ihrem Tun und Lassen besonders fromm rüber kommen können. Und dabei sich doch letztlich nur auf das Natürliche, sprich das Fleisch stützen. Wenn ein Christ sich auf die seelische Kraft stützt, ist er unweigerlich ein seelischer oder fleischlicher Christ.

Paulus sagte ihnen: ,,Ihr wandelt nach Menschenweise.“ Mit anderen Worten, ihr Verhalten und ihr Leben glich dem der Menschen, die nicht von Neuem geboren sind. Sie wandelten nach Menschenweise, anstatt als Menschen, die übernatürlich verwandelt wurden und siegreich in Christus Jesus leben.

Wir haben die Wahl. Wir können unserem Körper  erlauben, uns weiterhin zu beherrschen, wenn wir das wollen. Wenn wir das zulassen, wird unser Körper dieselben Dinge tun wollen, die er schon immer getan hat. Oder wir können uns dafür entscheiden, unseren Körper zu kontrollieren. Unser innerer Mensch kann ihn beherrschen.

Der Heilige Geist im Inneren Menschen

Unser Geist ist der TeiI unserer Natur, der mit Gott in Verbindung steht. Das ist der wirkliche Mensch oder wie Paulus sagte, der innere Mensch, der verborgene Mensch des Herzens. Es ist der Geist des Menschen, der ewiges Leben empfängt. Eines Tages werden wir einen neuen Leib haben, aber das neue Leben haben wir jetzt schon.

Wenn jemand von Neuem geboren wird, dann wird seinem Geist – seinem inneren Menschen – ewiges Leben gegeben. Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben (Röm 6,23).   Ewiges Leben ist das Leben und die Natur Gottes. Es ist Gottes Art des Lebens. Jesus hat gesagt: Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn verliehen, das Leben in sich selbst zu haben. Joh:, 5,26).
Jesus sagt hier, dass er der Sohn, dieselbe Art des Lebens hat, die Gott der Vater hat.  In Johannes 10 lesen wir, dass Jesus sagte: ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es Überfluss haben (Johannes 10,10).

Das ist das Leben Gottes, die Natur Gottes. Die Liebe kommt in unseren Geist, erneuert ihn macht uns zu einer neuen Schöpfung in Christus. Gottes Natur ist Liebe. Deshalb werden wir bei der neuen Geburt mit Gottes Liebe erfüllt. Daran wird man erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. (Joh. 13,35)

Wir wissen, dass wir aus dem Tod zum Leben gelangt sind, denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, bleibt im Tod. Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder; und ihr wisst, dass kein Mörder ewiges Leben bleibend in sich hat. (1.Joh. 3, 14-15)  Johannes sagt hier dass wir mit Liebe erfüllt sein werden.

Wenn wir von dem alten Leben vom geistlichen Tod in das neue, ewige, überfließende Leben hinübergegangen sind. Wer dieses „ewige“ in sich hat, hat keinen Hass in sich, sondern Liebe.  Der Heilige Geist gibt uns durch Gottes Worte das Leben. Gottes Wort ist es, das uns überführt und zu Christus bringt. Dann werden wir ein Zeugnis des Heiligen Geistes in unserem Herzen haben, dass wir Gottes Kinder sind (Röm 8,16).

Der Heilige Geist spielt bei der neuen Geburt eine wichtige Rolle, aber sein Wirken ist damit noch nicht beendet. Seit der neuen Geburt wohnt er in uns, um uns zu trösten, zu helfen, zu führen und zu leiten.

Vor Kurzem wollte mir jemand weis machen, dass er davon ausgeht, daß ein erretteter Mensch immer den Heiligen Geist habe, aber das wäre dann auch alles. Ein Mensch würde niemals mehr vom Heiligen Geist haben als zum Zeitpunkt seiner Bekehrung.

Wie wir bereits ge€sagt haben stimmt es, dass ein Kind Gottes vom Heiligen Geist geboren ist und das Zeugnis des Heiligen Geistes hat. Die Apostel haben jedoch gelehrt, dass es noch etwas Weiteres gibt. Das sehen wir in der Apostelgeschichte, als Philippus hinabging in eine Stadt in Samaria und Christus predigte. Die Menschen dort glaubten, was er über Jesus und das Reich Gottes predigte und wurden in Wasser getauft.

Dann lesen wir: Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen. Diese kamen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen; denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren nur getauft auf den Namen des Herrn Jesus (Apg 8,14-16).

Petrus und Johannes beteten nicht dafür, dass die Menschen in Samaria von Neuem geboren werden. Und sie wünschten ihnen auch nicht Gottes Segen, denn hier war das Bewußtsein so, dass sie wußten, dass sie Gottes Segen längst hatten.

Sie hatten Christus bereits als ihren Erretter angenommen.und waren, wie Petrus sagte- wiedergeboren durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt (1.Petr. 1,23) Wir lesen, dass Petrus und Johannes diesen neuen Gläubigen die Hände auflegten und sie empfingen den heiligen Geist (Apg 8,17) Hier sehen wir, dass das Empfangen des heiligen Geistes eine Erfahrung ist, die nach der Errettung stattfindet.

Wenn der hlg. Geist kommt, um in uns zu wohnen, dann wohnt er nicht in unserem Verstand, sondern in unserem Herzen. Oftmals ist es dann unser Verstand, der uns daran hindert, den heiligen Geist zu empfangen. Unser Verstand ist so sehr daran gewöhnt, über die Zunge zu verfügen, dass er nicht bereit ist, diese dem heiligen Geist zu überlassen. Aus diesem Grund haben manche Menschen Schwierigkeiten, den heiligen Geist zu empfangen.

Der einzige Grund weshalb unser Körper der Tempel des heiligen Geistes genannt wird, ist weil er der Tempel bzw. das Haus unseres Geistes ist. So gesehen wohnt der heilige Geist in unserem Körper. Genau genommen wohnt der Heilige Geist aber nicht in unserem Körper, sondern in unserem Geist:  Weil der, der in uns ist, größer als der in der Welt ist (1 Joh 4,4).

Der oben bereits genannte Smith Wigglesworth hat gesagt: Innen bin ich tausendmal größer als außen.
Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab
(Apg 2,4).

ln der Bibel steht über diese erste Ausgießung des Heiligen Geistes: Und sie fingen an, in anderen Spracben zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab. Der wirkliche Mensch ist der innere Mensch, und wenn wir in Sprachen reden, dann reden wir aus unserem Herzen heraus, aus unserem Geist, aus diesem inneren Menschen.

Es ist nicht der Körper, der spricht, obwohl wir unsere Stimmorgane benutzen. Es ist auch nicht unser Verstand. Paulus sagte: denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist (1. Kor 14,14).

Als Jesus mit seinen Jüngern über den verheißenen Heiligen Geist sprach, sagte er: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und. trinke!  Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib (eine andere Übersetzung lautet:,,aus seinem innersten Wesen“) werden Ströme lebendigen Wassers fließen. (Joh. 7,37)

Das sagte er aber von dem Geist, den sie empfangen sollten, welche an ihn glauben: denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war. (Joh. 7,37-39).    Jesus sagte seinen Jüngern, dass der Heilige Geist in ihrem Innersten, ihrem Geist wohnen würde.

Wir sehen, dass der Heilige Geist weder im Kopf noch im Verstand wohnt.  Er wohnt in unserem Herzen. Vielleicht sagt jemand: ,,Aber ich fühle ihn nicht, vielleicht hat er mich verlassen.“  Ich kann Dich beruhigen. Wenn er gekommen ist, dann ist er auch noch da, denn Jesus hat gesagt: Und ich will den Vater bitten und er wird Euch einen anderen Beistand geben dass er bei euch bleibt in Ewigkeit (Joh 14, 16).

Diese Verheißung sagt nicht, dass der Heilige Geist nur für 2 Wochen oder einen Monat bleibt. Dort steht Ewigkeit. Der Heilige Geist ist niemand, der kommt und wieder geht. Wenn wir ihn einmal empfangen haben, wissen wir, dass er in Ewigkeit bei uns bleibt.

Wenn ich etwas Falsches tue, wird er mich dann nicht verlassen?  Nein, er wird dich nicht verlassen. Er bleibt da und versucht, dir zu helfen. Nachdem David gesündigt hatte, indem er Ehebruch und Mord begangen hatte, tat er Buße und betete: nimm deinen heiligen Geist nicht von mir (Ps 51,13). Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Heilige Geist David nicht verlassen. Und er hat es auch nie getan. Wir betrüben den Heiligen Geist vielleicht, aber er wird in Ewigkeit bei uns bleiben.

Weil der Heilige Geist nicht in unserem Verstand ist, kommuniziert er auch nicht direkt mit unserem Verstand. Er ist in unserem Geist und kommuniziert mit uns durch unseren Geist. Natürlich beeinflusst unser Geist auch unsere Gedankengänge von Innen her. Als Jesus vom verheißenen Heiligen Geist sprach, sagte er: Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden. (Joh 16,13). Jesus hatte bereits gesagt: Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit (Joh 14,16).

In Vers 17 sagte Jesus weiter: denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Jesus hat gesagt, dieser Heilige Geist, der in uns wohnt wird nicht aus sich selbst reden, sondern das was er hören wird, das wird er reden (Joh. 16,13). Jesus sagte, dass der Heilige Geist redet.  Hier ist nicht vom Sprachengebet die Rede. Wir reden in Sprachen wie der Geist uns auszusprechen gibt.  Jesus sagte den gleichen Vers, wenn der Heilige Geist redet wird er was zukünftig ist, euch verkündigen.  Wie wird er das tun? Er wird in unseren Geist sprechen,  weil er dort wohnt. Unser Geist empfängt Informationen vom Heiligen Geist. Alle großen Dinge, die wir erleben fangen in unserem Inneren an.

Dort beginnt Gott zu arbeiten wenn wir errettet sind, wirkt der Heilige Geist in unserem Geist und wir fühlen uns innerlich überführt. Wir empfinden das Verlangen, auf Gott zu reagieren. In unserem lnneren geschieht etwas. Der Heilige Geist spricht zu unserem Geist und dadurch lernen wir ihn kennen.

Christen sollten ihren Glauben auf Gottes Wort gründen. Der Geist Gottes wird uns immer im Einklang mit Gottes Wort führen.  Er ist der Autor des geschriebenen Wortes. Eine Bibelstelle, die mich ganz stark beeindruckt ist  Markus 17, 21 Alles, was ihr auch immer im Gebet erbittet, glaubt, dass ihr es empfangt, so wird es euch zuteil werden!

Achte auf den letzten Teil des Verses.        So wird es euch zuteil werden.

Der Mensch glaubt mit dem Herzen, mit dem Geist. Mit unserem inneren Menschen halten wir an Gottes Wort fest, nicht mit unserem Kopf oder unserem Verstand. In unserem Verstand können wir alle möglichen Zweifel haben, aber Glaube geschieht im Herzen. In meinem Kopf hatte ich schon oft Zweifel, aber diese Zweifel haben mich nie aufgehalten.

Und sie werden auch dich nicht aufhalten, es sein denn, du lässt es zu.  Es ist immer eine Entscheidung. Wenn ich dieser inneren Stimme gehorche und an der Verheißung des Wortes festhalte, werde ich als Beweis dafür die Verheissung bekommen.

Der Heilige Geist kann uns helfen, uns lehren, durch uns wirken, wenn wir es nur lernen, mehr auf ihn einzugehen. Wir werden es nicht über Nacht lernen, und davon sollten wir uns auch nicht entmutigen lassen. Nach deinem ersten Schultag hast du auch nicht gesagt: ,,Ich höre jetzt auf. Ich habe alles gelernt.“  Du bist weiter zur Schule gegangen und hast weiter gelernt. Mit geistlichen Dingen ist es genauso.

Wir werden lernen und wir werden auf dem Weg einige Fehler machen. Wenn Du einen Führerschein gemacht hast,  hast Du das Autofahren auch nicht aufgegeben, nur weil du das Auto beim ersten Anfahren abgewürgt hast. Du hast weitergemacht, bis du fahren konntest. In unserem Wandel mit dem Heiligen Geist dürfen wir auch nicht aufgeben. Naht Euch Gott, so naht er sich zu euch ( Jak. 4,8).

Unser Geist hat auch eine Stimme. Wir nennen sie Gewissen, Führung oder Eingebung. Die Welt nennt sie das Bauchgefühl. Das ist unser Geist, der zu uns spricht. Jeder Mensch, ob errettet oder nicht, ist ein geistliches Wesen und kann Dinge in seinem Geist wissen. Und diese innere Stimme möchte unserem Verstand Rat und Richtungsweisung geben. Wären wir dieser inneren Stimme immer gefolgt, hätten wir uns sehr oft viel Kummer ersparen können.

Wenn ich diesem inneren Zeugnis von Anfang an gefolgt wäre, hätte ich keine Fehlinvestition getätigt und somit kein Geld verloren. Ich hätte auf manche Geschäfte verzichtet und wäre so manche Geschäftsverbindung nicht eingegangen. Ich hätte mir auch einige Menschen nicht als Freunde ausgesucht.

Ich hätte viele Fehler nicht gemacht, wenn ich auf Gottes Geist gehört hätte. Vor einigen Jahren nahm ich das Angebot eines Bruders an, für ihn eine Webseite zu erstellen. Er ist Unternehmer und brauchte für sein Unternehmen einen Webauftritt. Obwohl eine innere Stimme in mir ganz klar sagte: tue es nicht Harry, ließ ich mich von dem lieben Bruder überzeugen, diese Internetseite zu schreiben.

Gesagt getan, wir einigten uns auf einen Freundschaftspreis, der weit unter meinem Stundensatz lag. Ich investierte eine Menge Zeit in die Erstellung dieser Seite und dieser Bruder hatte auch noch ganz bestimmte Wünsche, die mich weitere Stunden kosteten.

Als die Seite fertig war und ich dann dabei war, die Rechnung zu stellen, war ich, was die Zeit anbelangt, mehr als großzügig und stellte ihm schon weit weniger Stunden in Rechnung. Ich wollte einfach fair zu meinem Glaubensbruder sein.

Nachdem ich ihm per Mail die Rechnung überstellt habe, erhielt ich von diesem einen Anruf. Seine Frau, die die Buchhaltung macht, hat es angeblich schier vom Hocker gehauen, und das ginge ja gar nicht. Sie könne maximal die Hälfte des Stundenlohnes anerkennen.

Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass es ein kostspieliges Unterfangen war, der Beharrlichkeit dieser inneren Stimme nicht zu gehorchen. Aber es war eine gute Lektion für mich. Als mündige Christen müssen wir lernen, unseren Geist über unseren Verstand herrschen zu lassen. Im Glauben zu wandeln bedeutet, in Gottes Wort zu wandeln und uns von unserem Herzen und dem inneren Menschen bestimmen zu lassen.

Ich entschied mich, Gott diese Angelegenheit zu übergeben, nachdem ich um Verzeihung gebeten habe, seine Stimme überhört zu haben. Ich segnete diesen Bruder und handelte damit im Geist und nicht im Fleisch. Ein paar Wochen später erhielt ich einen Auftrag, der diesen Verlust ausglich. Die Einnahmen waren so, dass ich meine bisherigen Ausgaben gedeckt habe und noch etwas übrig blieb.

Abschliessend möchte ich bemerken:
der natürliche Verstand will immer im  Schauen wandeln.  Aber Gott möchte, dass wir im Glauben wandeln. Und Glaube kommt vom Herzen. Unser Geist wird nicht über Nacht lernen, diesen Weg des Glaubens zu gehen.

Wir werden den einen oder anderen Fehler machen. Aber wenn wir stets Gott suchen und danach trachten, ihn immer besser kennenzulernen, sind wir in der Lage, unsere Seele durch den Geist umzutrainieren und auf den Geist einzustimmen. Und dann können wir uns von dieser inneren Stimme des heiligen Geistes leiten lassen.

 
 
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